Die beste Medizin gegen Diabetes ist keine Wunderpille!

Medizin gegen Diabetes

Nein, die Pharmaindustrie hat noch immer kein schlagkräftiges Medikament im Kampf gegen Diabetes erforscht – und schon gar keine Medizin ohne Nebenwirkungen auf den Markt gebracht!

Was würden wir nicht dafür geben, eine „Wunderpille“ täglich, und Diabetes kann uns den „Buckel runterrutschen“ – ein für alle Mal! Was wäre uns das wohl wert? Aber leider, wie gesagt: So eine Wunderpille gibt es nicht und wird es wohl auch nicht so bald geben. Also gar keine Möglichkeit, Diabetes wirkungsvoll zu bekämpfen? Doch, die gibt es, und eifrige Leser meines Blogs wissen natürlich schon längst, wovon ich spreche: Neben der RICHTIGEN Ernährung und diversen „natürlichen Helferchen“ wie Kräuter & Gewürze, ist es vor allem der SPORT, der wahre Wunder bewirkt. Was kein Medikament dieser Welt schafft, das schenkt uns der Sport nachweislich völlig gratis:

Sport senkt den Blutzucker und das Cholesterin (vor allem auch das „böse“ LDL, während er das „gute“ HDL ansteigen lässt), er senkt Triglyceride, den Blutdruck und dazu natürlich auch unser Körpergewicht.

Abgesehen davon senkt Sport den Blutzucker nicht nur, weil weniger Insulin benötigt wird, um Glukose in die Zellen zu bringen – sondern auch, weil er uns auch mental unheimlich gut tut! Sport macht den Kopf frei, befreit uns von Stress und depressiven Gedanken, und sorgt für Ausgeglichenheit und fröhliche Gelassenheit.

Durch seinen positiven Einfluss auf uns verlängert Sport zudem unser Leben – ein echtes Wundermittel, oder?

Aus meiner Sicht ist es nicht so wesentlich, für welche Sportart Sie sich entscheiden, und zumindest am Beginn ist es nicht so wesentlich, wie intensiv Sie „sporteln“. Viel wichtiger ist es, den eigenen Zugang zum Sport zu finden und vor allem Spaß daran zu haben. Ob Sie nun Radfahren, Joggen, Schwimmen, Nordic Walken, oder einfach nur „schnell spazieren gehen“, ist nicht so wichtig. Vielleicht liegt Ihnen eher Wandern, oder Sie fahren gerne Rollschuh (im Winter Eislaufen) – ganz egal, Hauptsache Sie haben Spaß daran, bauen keinen Druck auf und…Sie bewegen sich!

Übrigens: Nach neuesten Erkenntnissen verbringen Menschen, die im Büro arbeiten, 85% ihrer Arbeitszeit sitzend – fatal im Sinne der Gesundheit und ganz schlecht für Ihre Blutzuckerwerte!

Es genügt nicht zu wissen, man muss es auch wollen. Es genügt nicht zu wollen, man muss es auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    Hermann Philipps

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    Kann ich nur bestätigen. Mein Sport besteht, nachdem ich unter die Diabetiker gegangen bin, allerdings nur aus einer straffen Fahrradfahrt oder einem strammen Spaziergang von 20 bis 40 Minuten nach dem Essen kohlehydrathaltiger Mahlzeiten. Dazu hat man natürlich nicht immer Lust. Der Blutzuckerwert nach Kartoffeln oder Brot kann ohne solche körperliche Aktivität schon mal auf über 170 mg/dL hochgehen. Aber wenn ich bis zur nächstfälligen Blutzuckermessung mit dem Rad eine kleine Tour mache und dabei kräftig in die Pedale trete, dann liegt der Blutzucker danach zuverlässig unter 120 mg/dL.
    Anmerkung: Ich bin 70 Jahre alt. Im Oktober 2015 hatte man bei mir einen HbA1c von über 12 gemessen (ich hatte Jahrelang große Mengen Bananen, Brot, Bier und Schokolade zu mir genommen). Dank Ernährung nach M. Berndt sowie Ceylonzimt, körperlicher Bewegung und auch Metformin war der Hb1Ac sechs Wochen später bereits auf 9,3 abgesunken. Jetzt (Ende Januar) liegt er nach dem HbA1c-Rechner auf dieser Website bei 6,5. Allerdings kann der laufende Blutzuckerwert mühelos zwischen 90 und über 160 schwanken. Es ist also offenbar noch nicht alles in Ordnung, und ohne bewusste körperliche Aktivität sähe es wohl nicht so gut aus.

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      Markus Berndt

      |

      Ist ja schon ein toller Erfolg, herzliche Gratulation dazu!
      Lesen Sie vielleicht auch meinen Artikel “Insulinresistenz ist keine Einbahnstrasse”, vielleicht inspiriert Sie das zum Weitermachen.

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