Weizen ist Gift für Diabetiker

Weizen ist gift für Diabetiker

Zucker ist nicht nur der Feind der Zähne, vor allem Diabetiker und Übergewichtige sollten ihn unbedingt meiden, denn er begünstigt unter Umständen die Entwicklung der gefürchteten Spätkomplikationen wie Schlaganfall , Herzinfarkt und Nierenversagen. Zum Glück ist dieser Umstand immer mehr Menschen bekannt, deshalb versucht die Zuckerlobby durch aggressive Werbekampagnen verzweifelt die Gunst der Konsumenten zurückzugewinnen

Weit weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass Weizenprodukte dem Zucker in Sachen „Schädlichkeit für den Menschen“ leicht das Wasser reichen können. Selbstverständlich hat die Agrarindustrie wenig Interesse daran, dass diese Tatsache einem breiteren Publikum bekannt wird – immerhin ist der Weizenanbau eine der populärsten & ertragreichsten Sparten der Landwirtschaft.

Aber was genau macht den Weizen eigentlich so schädlich? Industrieller Hochleistungsweizen dürfte laut Forschern Verursacher zahlreicher Beschwerden wie Reizdarm, Sodbrennen, Migräne und Gelenkschmerzen sein. Die im Weizen enthaltenen Gluten werden darüber hinaus  auch immer häufiger mit Krankheiten wie multipler Sklerose, Alzheimer, ADHS, rheumatischer Arthritis und eben auch Diabetes in Zusammenhang gebracht. Darüber hinaus macht Weizen, wie bekanntlich auch Zucker, süchtig, und ist wie dieser einer der Hauptverursacher für krankhafte Fettleibigkeit. Der appetitanregende Wirkstoff im Weizen nennt sich Gliadin und ist ein Weizenprotein, das von der Lebensmittelindustrie in zahlreichen Produkten beigemischt wird.

Möglicherweise ist ein Weizenprotein namens Amylase-Trypsin-Inhibitor (ATI) der Hauptverursacher der diversen Krankheiten und Unverträglichkeiten des im Handel erhältlichen,  hochgezüchteten Industrieweizens. ATI wurde seitens der Industrie dem Weizen „zugezüchtet“, damit er resistenter gegen Schädlinge und somit ertragreicher wird. Ist ja wirtschaftlich durchaus verständlich, ethisch jedoch wohl kaum vertretbar. Aber zum Glück hat die Pharmaindustrie jede Menge an Medikamente für den geplagten Konsumenten entwickelt. Diese heilen zwar selten, sind dafür jedoch äußert lukrativ.

Das Argument, dass die Menschen schon seit Jahrtausenden Weizen essen und diesen auch gut vertragen hätten, lässt sich leicht widerlegen. Zum einen war die verzehrte Menge an Weizen bedeutend geringer, und zum anderen bestand der frühere Weizen gerade mal aus 5 Prozent Glutenanteil. Heute sind es bis zu 50 Prozent Anteil des Klebereiweißstoffes Gluten!

Besonders ver-/beachtenswert ist übrigens, dass der Großteil der im Handel erhältlichen Weizenmehle  völlig „vitalstoff-frei“ produziert wird. Das bedeutet, dass der eigentliche Grund, warum wir Nahrung zu uns nehmen, ad absurdum geführt wird – nämlich die Zufuhr von Nährstoffen, die der Körper dringend zum Leben benötigt. Bei der üblichen industriellen Verarbeitung zu Weizenmehl werden fatalerweise, unter anderem aus Haltbarkeitsgründen, sowohl die Randschichten wie auch der Keim des Getreidekorns maschinell entfernt. Dadurch entsteht ein völliger Verlust an Nährstoffen, und die Entwicklung des Weizens  in Richtung isolierter Kohlenhydrate – wie wir es schon vom Haushaltszucker kennen.

Angeblich werden bereits 80% aller Sterbefälle auf Nährstoffmangel zurückgeführt – der nährstoff-freie Weizenkonsum kann da wohl sein Übriges dazu beitragen!

Was der Diabetiker unbedingt wissen sollte: Es existiert ein Kohlenhydrat, dass so schnell verdaut wird, dass es den Blutzucker mehr ansteigen lässt, als die meisten anderen Kohlenhydrate – angeblich sogar mehr als Zucker! Der Name dieses Kohlenhydrates ist Amylopectin A, und es dürfte im Weizen mehr als „prominent“ vertreten sein.

Wer auf Weizen (und Zucker) verzichtet, verzichtet gleichzeitig auf zahlreiche Beschwerden, wird sowohl an überflüssigem Gewicht verlieren, wie auch besser schlafen. à Vor allem aber wird sich die Blutzuckereinstellung des Typ-2 Diabetikers auf Dauer verbessern, und das lässt sich leicht überprüfen. Spätestens beim nächsten Quartalslaborbefund.

Immer wieder tauchen in den Medien, offensichtlich im Dienste der Industrie stehende,  „Pseudo-Spezialisten“ auf, die standhaft und unbeirrbar die schädliche Wirkung von Weizen und Zucker leugnen. Fakten stehen dabei selten im Vordergrund, es werden eher Phrasen gedroschen und zweifelhafte Studien zitiert. Gerne werden auch wissenschaftliche Erkenntnisse herangezogen (an den Haaren?) und dann professionell missverständlich dargestellt. Das ist zumeist jedoch auch schon das einzig Professionelle, zu dem diese Herrschaften im Stande sind.

Schreiben wir den Pinocchios doch Folgendes ins Lehrbuch: Die Märchen, betreffend angeblich unbedenklichen Weizen- und Zuckerkonsums sind  im Praxistest rasch zu entlarven. Die Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Verlust überflüssigen Gewichts durch Karenz von Zucker und Weizen sind leicht beweisbar. Nämlich durch einfaches Durchführen! Der Erfolg stellt sich bei den meisten Menschen bereits nach wenigen Wochen ein. Auch das Suchtpotential beider Substanzen ist simpel nachzuweisen: Verzichten Sie doch mal eine Weile Brot & Gebäck, Pasta & Pizza, und lassen Sie dabei auch das Naschen sein…

Warum ist Dinkelmehl besser als Weizenmehl? Abgesehen davon, dass Dinkel durch die vorhandenen Nährstoffe (Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe) generell gesünder als Weizen ist, wissen die wenigsten Menschen, dass die Kohlenhydratketten des Dinkelmehls länger als die von Weizenmehl sind. Dadurch wird Dinkelmehl im Magen nicht so schnell resorbiert wie Weizenmehl. Dinkelmehl wird also langsamer zersetzt als Weizenmehl, gibt die enthaltene Energie verzögert an den Körper ab, und führt dadurch zu einem bedeutend weniger intensiven Anstieg des Blutzuckers.

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (4)

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    IB

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    Es sind ja jetzt angebliche Weizenurformen auf dem Markt (zB Einkorn). Sind die weniger gefährlich, oder haben Sie damit (noch) keine Erfahrung?

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      Markus Berndt

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      Doch, ich habe Erfahrung damit. Die Urformen (zu denen auch der Dinkel) gehört, sind allesamt bedeutend besser, gesünder und stoffwechseloptimierter als der Weizen, der überall im Handel zu bekommen ist. Noch bessers ist natürlich gekeimtes Getreide, oder aber auch der Rogen, der Hafer oder die Hirse zum Beispiel.

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        G.k.

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        Und was ist mit Weizengras? Kann man das anstelle von gerstengras verwenden?

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          Markus Berndt

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          Kann man, jedoch hat Gerstengras eine viel höhere Vitalstoffmenge und enthält z.B. 2x so viel Kalium und Kalzium wie Weizengras.

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