Ernährung bei Diabetes – Tipps & Tricks

Schon gewusstEine möglichst kohlenhydratarme Ernährung ist aus meiner Sicht die Basis einer erfolgreichen Ernährungstherapie im Kampf gegen Diabetes Typ-2. In diesem Blogartikel möchte ich ein paar zusätzliche Tipps geben, wie man erhöhten Blutzuckerwerten ernährungstechnisch entgegensteuern kann, respektive welche Anbieter sich bereits auf kohlenhydratreduzierte Produkte spezialisiert haben.

  • Beginnen wir doch mit einer Empfehlung für Brot und Gebäck, einige Anbieter haben ein gut sortiertes Portfolio an kohlenhydratarmen Backprodukten:
  1. https://lowcarb-glutenfrei.com/produkt-kategorie/backmischungen/brotbackmischungen/?ref=61
  2. https://www.eatsmartbread.at/produkt-kategorie/backwaren/
  3. https://www.konzelmanns.de/rund-ums-backen/backwaren/
  • Manche regionalen Bäcker verkaufen empfehlenswertes Eiweißbrot, aber auch gegen den Genuss von Keimlingsbrot ist nichts einzuwenden, sofern man hier mit Maß und Ziel vorgeht: https://keimbrot.at/sortiment/
  • Wenn man gerne selbst bäckt, dann sollten Kokosmehl, Mandelmehl, Leinmehl, Süßlupinenmehl, Kürbiskernmehl, Hanfmehl, Sojamehl, ein wenig Hirsemehl oder Buchweizenmehl in der Küche nicht fehlen.
  • Zu Mittag darf es gerne mal ein Tofu-Geschnetzeltes mit Pilzen, oder auch Pasta/Reis aus der Konjakwurzel (erhältlich in Reformhäusern und manchen Supermärkten) sein. Dazu eine gute Sauce, schmeckt nicht übel und hat kaum Kohlenhydrate.
  • Von Zeit zu Zeit kann man sich ruhig ein wenig Reis, Kartoffel oder Pasta am Vortag kochen, abkühlen lassen und für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen (Stichwort: resistente Stärke). Die nun für die weitere Zubereitung oder den sofortigen Verzehr (z.B. Kartoffelsalat) solcherart vorbereiteten Produkte haben um bis zu 40% weniger Kohlenhydrate. Aber bitte mit Maß und Ziel genießen, es bleiben noch immer ausreichend Kohlenhydrate übrig.
  • Fleisch, Wurst, Käse und (ungezuckerte) Milchprodukte sind (für Nichtvegetarier) kein Problem, Gemüse und Salat (Vorsicht: Dressing) ebenso wenig.
  • Generell gilt, aufpassen bei den Getränken! Wer kennt beispielsweise diesen Sirup? https://shop.billa.at/produkte/mautner-markhof-himbeer-sirup/00-646295?s_kwcid=AL!370-943-0452!3!318200386010!!!g!480819795493!&gclid=EAIaIQobChMI5bvwqcKx3wIVBJ3VCh0A2gJaEAQYASABEgLgV_D_BwE
  • Wer mal Lust und Laune auf Pizza hat, sollte diese Produkte probieren: https://lizza.de/ (auch Pasta im Sortiment), Burger Brötchen für saftige Cheeseburger gibt es bei oben angeführten Konzelmanns.

Tipps:

  • Jeden 2. Tag: frische Mandelmilch mit Zimt

Zubereitung: eine Handvoll (ca. 8-10 Stk.) frische Mandeln am Vortag einweichen. Am nächsten Tag mit frischen Wasser abspülen und gemeinsam mit ¼ Liter frischem Wasser und 3-4g Ceylon-Zimt (das ist wichtig!) in einen Blitzhacker geben. Nach Belieben Erythrit (bekommt man mittlerweile in fast jedem Supermarkt und in Reformhäusern) zum Süßen dazu. Danach alles miteinander mixen, bis ein Brei entsteht. Den Saft dann durch eine Küchenrolle oder ein engmaschiges Sieb abseihen – und genießen!

  • Beim Kochen so oft wie möglich folgende Gewürze verwenden: Oregano, Rosmarin, Cayennepfeffer, Bockshornklee und Kurkuma. Bockshornklee ist übrigens neben seiner blutzuckersenkenden Wirkung auch noch blutverdünnend.
  • Statt zu Reis, greife ich gerne zu Buchweizen (vor allem zum russischen, in Österreich erhält man ihn bei Merkur), damit lässt sich beispielsweise ein herrlicher Milchreis mit Zimt kredenzen.
  • Anstatt der Kartoffel besser die Süßkartoffel verwenden (Schale = blutzuckersenkend).
  • Auch Pastinake und Topinambur sind eine ausgezeichnete kulinarische Wahl!
  • Fisolen, Zucchini, weiße Kidneybohnen und Weißkraut sind wahre Blutzuckerkiller!
  • Mandeln zu einer kohlenhydratreichen Mahlzeit bremsen den Blutzuckeranstieg ein!
  • Beim Obst gelten besonders Heidelbeeren und Physalis als blutzuckersenkend. Ein paar Physalis nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit einnehmen, und der Blutzuckeranstieg wird weniger heftig ausfallen!
  • Tee-Zeit: Grüner Tee & Maulbeertee!
  • Im Falle eines stressbedingt hohen Blutzuckers jedoch unbedingt einen Lavendeltee aufkochen – ein echter Geheimtipp!
  • Falls der Blutzucker mal außer Rand und Band gerät, dann hilft ein 1 EL Traubenkernöl auf Traubenkernmehl. Schmeckt wenig berauschend, aber es wirkt – runter damit!:=)
  • Ein Extrakt aus Zimt sollte ebenfalls stets bereitstehen, und falls das noch nicht genug ist…
  • … dann helfen ein paar Sportübungen. Besonders bewährt haben sich zum Blutzuckersenken Liegestütze und Kniebeugen, aber auch statische Kraftübungen sind hilfreich (z.B. Bankstütz oder die berühmte Schranz Hocke).
  • Als wahres Wundermittel gegen zu hohen Morgenzucker hat sich Apfelessig erwiesen. Darüber habe ich übrigens schon 2016 einen eigenen Artikel geschrieben: https://www.diabetesade.com/ernahrung/apfelessig-und-grapefruit.html
  • Bei zu hohem Nüchternblutzucker hat es sich auch bewährt, regelmäßige Tee´s zum Leberentlasten zu trinken, schließlich produziert die Leber in der Nacht Glukose – unterstützen wir sie doch dabei. Auch dazu gab es schon einen Artikel: https://www.diabetesade.com/ernahrung/leber-entlasten.html.
  • Ist in diesem Zusammenhang bekannt, warum es bei Diabetikern zu hohem Morgenzucker kommen kann? Hier zum Nachlesen: https://www.diabetesade.com/allgemeine-themen/hoher-blutzucker-am-morgen.html
  • Falls alle Stricke reißen, einfach mal mit Dinner-Cancelling oder gleich Intermittierendem Fasten probieren. So gelingt´s bestimmt: https://www.diabetesade.com/allgemeine-themen/intermittierendes-fasten-mit-butterkaffee.html
  • Übrigens, wenn man mal keine andere Wahl hat und den „bösen“ Kohlenhydraten nicht aus dem Weg gehen kann: Carb Blocker (Kohlenhydratblocker) helfen. Gibt´s zum Beispiel hier: https://www.vitaminexpress.org/at/carb-x-kohlenhydratblocker-kapseln

Für Mehlspeisen zum „Blutzuckersenken“ sorge ich in Kürze selbst, ab Februar 2019 unter dem Markennamen LOCABA erhältlich!

Das nächste und vermutlich letzte Gesundheitsseminar findet in der Zeit von 13. bis 18. Jänner 2019 in Bad Schönau statt. Interessenten schicken bitte eine E-Mail an info@connecting.at oder buchen gleich auf  https://www.hotelweber.at/auszeit-fuer-den-stoffwechsel/

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (17)

  • mjf

    |

    haben sie sich auch einmal mit rote bete/rüben beschäftigt?
    grüsse m.

    Reply

    • Markus Berndt

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      Ja, im Sinne von Diabetes kein Nutzen, eher Vorsicht geboten, aufgrund des Zuckergehalts. Abgesehen davon natürlich sehr gesund und vor allem bei zu hohem Blutdruck empfehlenswert.

      Reply

    • augustin kainz

      |

      Ich liebe Rote Rüben,schon seit Kindesbeinen,habe aber im Verlauf der Diabetis den verzehr eingeschrenkt.( Fructose )
      Aber ich zitiere:
      Ganz allgemein ist die Liste an Krankheiten, bei welchen die Rote Knolle mit ihren Inhaltsstoffen helfen soll recht lange. Unter anderem gehören dazu Diabetes ( Fructose ? ), Gelenkbeschwerden, Herzkrankheiten, Alzheimer und sogar die Krebsprohylaxe.

      Einzig die große Menge an Oxalsäure ist ein Wermutstropfen. Denn wer Probleme mit Nierensteinen hat, der sollte Rote Beete nur in geringen Mengen oder besser gar nicht essen.

      Auf der Suche nach geeigneten Lebensmitteln und Gewürzen,kann ein bißchen der Glykemische Index von Lebensmitteln helfen,der ist aber angeblich auch nicht sehr aussagekräftik (vielleicht kann da wer,was dazu sagen )
      dazu der Link,falls noch nicht vorhanden.

      https://jumk.de/glyx/

      Reply

      • Markus Berndt

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        Die rote Beete ist kerngesund und als Salat eine nette Beilage. Sie hat 10g KH/100g und davon sind 7g Zucker. 100 Gramm bekommt man schnell zusammen, die übliche Portion wird bedeutend höher sein. Kein Problem, solange man weiß, was man macht. Vom Rote Beete Saft muss ich (dem Diabetiker) jedoch abraten, da zuviel Zucker auf einmal – und noch dazu in flüssiger Form – aufgenommen wird.

        Zum Thema Glykämischer Index: Ein netter Parameter um sich anfangs mit der Materie zu beschäftigen. Viel aussagekräftiger ist jeoch die glykämische Ladung, auch glykämische Last genannt, respetive der Insulinindex als Ergänzung.

        Reply

        • augustin kainz

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          Danke für den Hinweis auf glykämische-Ladung-Last,gibst dazu einen Link?
          und wieder mal habe ich unbewußt,etwas gelernt,wir haben heute Rindschnitzeln auf pikante Art ( Großmutterrezept ) gegessen,also mit einer Soße von Zwiebel,Knoblauch,Kapern,Gurgerln und Sardellen,
          der Speck naja,den verschweigen wir lieber :-),habe bei mir dadurch die Teigwaren weggelassen und meiner Portion habe ich versuchsweise Ingwer und Chilli beigefügt,der Effekt bei mir von 109 auf 93 Zuckerabfall in 3,5 Stunden.

          Reply

          • Augustin Kainz

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            Nach langer Zeit habe ich mir wieder mal Shushi genehmigt und zwar ein neues Produkt für mich,sogenannte Shushi-Pralinen,naja die Portion so ca. 27 Dkg brachte ein Ergebniss von 150 Blutzucker nach 4 Stunden vorher 112,:-( ,da ich in letzter Zeit,jetzt mit Pistazien Versuche mache,nahm ich mal nur 11 Pistazien 3 Stunden später hatte ich nur mehr einen Wert von 88,ist mir in letzter Zeit seit ich den Versuch mache,schon öfters aufgefallen,das die Pistazien,meinen Wert runter knallen,egal was ich vorher gegessen habe,ich meine normale für mich geeignete Lebensmitteln.Anfangs hatte ich schon mal 78 auch,ich denke da habe ich zuviel genommen,deshalb reduziere ich Sie immer mehr,sobald mein Wert längere Zeit oben bleiben sollte.

          • Markus Berndt

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            Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag!

          • Augustin Kainz

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            Da ich Heute wieder mal die vergessene TV Sendung ” Die Ernährungsdoc gesehen habe,habe ich mir die Zeit genommen :-):
            Habe Sie voriges Jahr schon mal gesehen und da war was für Diabetiker Typ2 dabei,,aber da ich nicht viel Fenrnsehe,wie sagt man da,aus dem Auge aus dem Sinn :-)
            Trotzdem noch der Link :

            https://www.happy-mahlzeit.com/koch-shows/die-ern%C3%A4hrungs-docs/
            Vielleicht gibst da wieder etwas Neues oder noch unbekannte Rezepte :-)

        • mjf

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          ……..ja,ich denke an rote rüben salat, vielleicht mit anderen blutzuckersenkenden lebensmitteln kombiniert: apfelessig,traubenkernöl,weisse kidneybohnen………..;
          hoher blutdruck ist teil des metabolischen quartetts………;
          rote rüben sind auch eine beliebte “sportlernahrung”, sollen leistungssteigernd wirken.

          Reply

        • augustin kainz

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          Danke für Ihren Hinweis Herr Bernd <I:-) habe bisher übersehen das es da Viele,viele Seiten zum nachlesen gibt,dachte da ich noch nicht lage hier bin,kann ich nur immer auf die aktuellen Seiten antworten oder etwas erfahren,habe total vergessen das es in den Blocks ja immer irgenwo was nachzulesen gibt.
          Meine ( Unsere ) Blockerzeit ist ja schon lange her

          Reply

  • augustin kainz

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    auhc von mir herzlichen dank,für die Infos während der Feiertage,
    aber ein paar anmerkungen dazu,ich denke mal,das ein jeder anders reagiert und bei mir ist aufgefallen,das ich eigendlich nicht so auf den grünen Tee groß reagiere,habe da verschiedene Sorten schon auspropiert,auch von verschiedenen Erntezeiten,auch Rotbuschtee,ich spreche eher mehr auf Ingwer-Zitronen-Tee,Inger-Erdebeer-Zitrone an.Beim Frühstück,habe ich mal auf meine Mehrkornbrötchen verzichtet und bin gerade Dabei reines Roggenbrot zu probieren und testen,keine großen veränderungen,des Blutzuckers derzeit.,kleinere Mahlzeiten,sind jetzt,verschiedene Mahlzeiten aus Bulgur,Hunus oder Couscous meist in Salatform und bin derzeit so weit,das ich meine Medikamente ( Zucker ) wie schon mal erwähnt zu 98% nicht mehr nehmen muß und mein Nüchternzucker,je nach Betthupferl sich um die 85 – 100 bewegt.
    Ausserdem habe ich wieder was für Backfreudige gefunden,ist zwar schon älter,aber da es um Gewürze und Eiweiskost geht,stelle ich mal da einen Link rein,vielleicht kann da wer was für sich finden
    https://www.bildderfrau.de/kochen-backen/rezepte/article211688033/Eiweissbrot-Einfache-Rezepte-zum-Selbermachen.html
    Ich habe da ja fast alles zu Hause.
    Lieben Gruß und auch noch einen schönen eiertag

    Reply

    • Markus Berndt

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      Vielen Dank für den Beitrag und den Link, mittlerweile gibt es auch schon tolle Eiweißbrote ohne Weizenmehl

      Reply

  • Heidemarie

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    SOGAR zu Weihnachten denkst du an UNS. Ich hatte heute ein sehr kohlenhydratarmes weihnachtsessen und einen bz-wert 2 Stunden danach von 99! Das hat Weihnachten gleich viel schöner gemacht. Noch schöne Feiertage! Heidi

    Reply

    • Markus Berndt

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      Sehr gerne, liebe Heidi! Ich freue mich sehr über Deine tollen Werte, das ist die größte Belohnung!:=)

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