Selen, Chrom und Zink – 3 Spurenelemente im Kampf gegen Diabetes

Dietary supplements

Selen hat starke antioxidative Wirkung, und ist unter anderem bei der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt. In Frankreich wurde 2010 nachgewiesen, dass Selen das Diabetes-Risiko um bis zu 50 % senken kann! Folgeerkrankungen wie diabetische Nierenschädigungen gingen bei Zugabe von Selen zurück, Nervenschäden verbesserten sich.

Doch Vorsicht: Zuviel Selen dürfte auch nicht gut tun. Bei einer 8-jährigen amerikanischen Studie mit 1.200 Personen wurde herausgefunden, dass eine Menge von täglich 200 Mikrogramm Selen das Diabetesrisiko sogar ansteigen lässt.

Da laut der oben zitierten französischen Studie, die mit 1.000 Personen durchgeführt wurde, das Diabetesrisiko bei Selenzugabe eindeutig sank, wiedersprechen sich die beiden Studien klar.

Fakt bleibt, dass Selenmangel zu einigen Erkrankungen wie Schilddrüsenleiden & Arthritis führen kann. Da Europas Böden bekanntlich nicht gerade reich an Selen sind, muss man sich ernsthaft die Zugabe von Selen in Form von Vitalstofftabletten überlegen.

Bei Chrom ist die Sache schon bedeutend klarer: Chrom verbessert nicht nur das Immunsystem und hemmt Alterungserscheinungen, sondern setzt sich sozusagen an das Insulin fest, das von der Bauchspeicheldrüse freigesetzt wird. Dadurch wird die Fähigkeit, den Blutzucker in die Zellen zu transportieren, verhundertfacht!

Wenn genügend Chrom zur Verfügung steht, wird weniger Insulin benötigt! Wenn im Gegensatz dazu dem Körper zu wenig Chrom zur Verfügung steht, kann sich daraus eine Insulinresistenz entwickeln.

Obwohl dem Körper nur winzige Mengen an Chrom (im Schnitt nicht mehr als 6mg) zur Verfügung stehen, führt ein Chrommangel rasch zu Zivilisationskrankheiten.

  • Besonders beachtenswert: Der Konsum von zu viel raffiniertem Haushaltszucker führt zur vermehrten Chromausscheidung und ist einmal mehr einer der größten Krankheitsverursacher!

Da unser Körper Chrom nicht selbst herstellen kann, muss es zugeführt werden. Es kann auch nicht schaden, sich den Chromspiegel einmal messen zu lassen. Experten empfehlen dabei einen Chromwert im Blut, der zwischen 1,0 und 3,0 µg liegen sollte.

Übrigens verbessert  eine ausreichende Menge an Chrom im Blut auch die Cholesterinwerte!

Zink hat nicht nur antioxidative Wirkung, sondern ist für eine optimale Blutzuckerregulation nahezu unentbehrlich. Zink ist unter anderem für die Insulinspeicherung zuständig, außerdem wird die Insulinwirkung an den Zellen durch Zink positiv beeinflusst. Solange Diabetiker Typ 2 ausreichend mit Zink versorgt sind, wird auch der  Blutzucker-Stoffwechsel mit dem vorhandenen Insulin unterstützt.

Zink wird zudem auch eine Schutzwirkung  vor diabetischen Spätfolgen wie die gefürchteten Gefäßerkrankungen (Stichwort diabetischer Fuß) zugeschrieben. Da viele Diabetiker häufig, aufgrund einer höheren Ausscheidung über den Urin, unter Zinkmangel leiden, sollte diese vermehrt Vollkornprodukte, Milch, Fleisch, Fisch, Mandeln, Linsen und Kürbiskerne in ihren Speiseplan einbauen. Im Schnitt werden bei Erwachsenen  12 – 15mg Zink täglich empfohlen.

  • Zink & Chrom, bekanntlich aber auch einer meiner Top-Favoriten, nämlich Zimt, verstärken die Wirkung des Insulins, indem sie die Insulinresistenz vermindern.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang jedoch die Tatsache, dass man Chrom und Zimt gemeinsam, aber unbedingt getrennt von Zink aufnehmen sollte.

Chrom und Zink dürften sich nämlich bei der Aufnahme gegenseitig „behindern“!

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    Thomas Löhr

    |

    Hallo Herr Berndt,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag. Haben Sie Vorschläge, wie bzw. in welcher Form die Spurenelemente am besten einzunehmen sind (über naturbelassene Lebensmittel – welche – oder evtl. über Nahrungsergänzungsmittel?

    Bitte freundlicherweise um kurzes Feedback.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Löhr

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    • Avatar

      Markus Berndt

      |

      Obwohl ich nicht unbedingt ein großer Fan von Nahrungsergänzungen bin, empfehle ich in diesem Fall doch zumindest teilweise die Aufnahme über eben diese.
      Meiner persönlichen Ansicht nach ist es eher schwierig und aufwendig, die 3 genannten Spurenelemente ausreichend über die Nahrung aufzunehmen.
      Beste Grüße!

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