Leiden verkürzen – Leben verlängern!

MotivationDiabetes Ade Lifestyle Reisen

Seit knapp 8 Jahren veranstalte ich nun schon die erfolgreichen Diabetes Ade-Lifestyle Reisen und Hunderte von Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen bereits in den Genuss meiner speziellen Küche, die mit wenig Kohlenhydraten umso mehr Geschmack auf den Teller zaubert. Das Tolle daran ist jedoch nicht nur wie gut es schmeckt, sondern dass trotz der kurzen Zeit der Zucker nur so „runterpurzelt“. Und so hat sich nach solchen Reisen schon so mancher Typ-2 Diabetiker von seinen „Zuckertabletten“ für immer verabschieden können, auch die eine oder andere Insulinspritze fand den Weg nicht mehr zurück nachhause…

Der Ablauf der Reisen folgt stets dem gleichen Prinzip: Informieren, motivieren, umsetzen! Ich bin der Überzeugung, dass jeder Zuckerkranke genau darüber Bescheid wissen sollte, wie – und vor allem warum – man Diabetes Typ-2 üblicherweise bekommt. Dazu gehört vor allem auch eine gewisse Ahnung von Ernährung, und ganz speziell das Wissen um Kohlenhydrate und deren Verstoffwechslung. Meiner Meinung nach sind die Ernährungsempfehlungen mancher offizieller Organisationen mehr als kontraproduktiv und verhindern mit Sicherheit, dass man die Zuckerkrankheit mit natürlichen Mitteln erfolgreich besiegt.

Wesentlicher Bestandteil der Seminare ist auch, darüber zu informieren, dass Diabetes Typ2 alles andere als ein Schicksal ist, welches man so einfach hinnehmen und akzeptieren muss. Denn in den allermeisten Fällen ist die Krankheit reversibel, da auch die „Wurzel des Übels“, nämlich die Insulinresistenz, reversibel ist. Und die Erfolgswahrscheinlichkeit jedes Einzelnen lässt sich sogar messen. Umso erschreckender, dass solche wichtigen Messwerte den Patientinnen und Patienten immer noch zumeist vorenthalten werden – warum auch immer?!

Genetik versus Epigenetik

Ich referiere jedoch auch gerne über Genetik, und viel lieber noch über Epigenetik – jener Wissenschaft, welche uns immer mehr vor Augen führt, dass Gesundheit kein Zufall ist. Und von jedem Einzelnen unter uns maßgeblich beeinflussbar! So fällt es dem einen oder anderen wie Schuppen von den Augen, dass man Diabetes Typ-2 nicht so einfach geerbt hat – und der Einfluss der Genetik (wer kennt die Frage nicht: „haben Mama oder Papa auch Diabetes gehabt?“) weit weniger stark ist, als man landläufig gerne immer noch behauptet.

Die Genetik war es auch, die mich immer mehr faszinierte und mich letztendlich dazu bewegte, mich eingehender mit den Themen Epigenetik und Langlebigkeit zu beschäftigen. Nicht ganz uneigennützig, wie ich gerne zugebe.:=)

Mittlerweile hat man bereits sehr gut untersucht, dass es zu weiten Teilen in unseren eigenen Händen liegt, ob wir in der Lage sind, gesund und vital zu altern, oder ob uns eine der gefürchteten Alterserkrankungen ereilt. Egal ob vom Alterszucker (dessen Bezeichnung man schon längst in Zivilisationszucker umbenennen hätte sollen), Krebs, NAFL (nicht alkoholische Fettleber) oder Demenz – wir würden uns all das sicherlich gerne ersparen. Und auch auf Schlaganfall oder Herzinfarkt können wir gut und gerne verzichten. Doch wer denkt, dass Krankheit ein Schicksal und Gesundheit nur Glück ist – der irrt gewaltig!

Unsere Zellen mögen weder Zucker noch Weißbrot

Man kann heute schon sehr gut messen, dass unser Lebensstil unsere Gene beeinflusst – im positiven wie auch im negativen Sinn. Und nicht nur die eigenen Gene sind davon betroffen, sondern vielmehr auch die unserer Kinder und sogar jene der Enkelkinder. Rauchen, Stress & Alkohol beeinflussen unsere Zellen so sehr, dass sie uns rascher altern lassen – innerlich und äußerlich. Doch auch Zucker, Weißmehl und generell Junkfood macht uns nicht nur dick und krank, diese Substanzen lassen uns auch ganz schön alt aussehen – und das ist nicht nur sprichwörtlich gemeint.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten – und umgekehrt. Wenn wir unseren Zellen etwas Gutes tun wollen und unsere Gene im positiven Sinn umprogrammieren (ja, das funktioniert tatsächlich – wissenschaftlich erwiesen!), dann ist das gar nicht so schwierig. Man benötigt dazu nur ein wenig Disziplin. Es sind wieder einmal die „üblichen Verdächtigen“, die uns dabei helfen können:

Was hält uns jung, fit und gesund?

  1. Ernährung: Kohlenhydrate (vor allem die rasch verfügbaren wie Weizen, Zucker, polierter Reis & Co.) reduzieren, denn die erhöhen den Blutzucker und fördern eine stärkere Insulinausschüttung. Beides können wir üblicherweise nicht gebrauchen, weder als Diabetiker, noch wenn wir gesund altern wollen. Dazu Fertigprodukte & Junk Food vermeiden!
  2. Sport: Kaum zu glauben, aber schon ein mehrwöchiges Training mit dem Fahrrad verändert die Genregulation und hat nachhaltig und maßgeblich positiven Einfluss auf unsere Zellen. Zum Beispiel jene, die für den Stoffwechsel verantwortlich sind. Selbstverständlich wirken sich andere Sportarten, vor allem auch Kraftsport, ebenfalls günstig im Sinne der Epigenetik aus.
  3. Schlaf: Man weiß es ja, ausreichend und gut schlafen kann uns buchstäblich dazu in die Lage versetzen „Bäume auszureißen“. Wer fühlt sich nicht wie neu geboren nach einer erholsamen Nacht? Dunkel und kühl (16-18 Grad sind optimal) soll es dazu im Schlafzimmer sein, natürlich ruhig und die Sorgen sollten besser vor der Türe warten.
  4. Apropos Sorgen – Stress ist nicht nur ein „Killer“, bevor er uns umbringt, programmiert er noch unsere Zellen um. Daher lassen wir es am besten gar nicht so weit kommen, und wenn sich Stress nicht vermeiden lässt, dann sollten wir ihn mit Entspannungsübungen „bändigen“. Dazu eignen sich neben Yoga und Meditation auch Atemübungen, wie zum Beispiel die Wim-Hof-Methode (mittels bewusster Atmung wird man auch mental stärker, gesünder & leistungsfähiger).
  5. Fasten: Mithilfe der Nahrungskarenz lässt sich der Alterungsprozess erwiesenermaßen nachhaltig verlangsamen, manche behaupten sogar – umkehren. Anti-aging, bzw. reverse aging ist in aller Munde, Fasten bringt uns durch die sogenannte Autophagie da enorm weiter. Ein japanischer Zellbiologe namens Ohsumi fand dazu heraus, dass Zellen den evolutionären Vorgang der Autophagie aktivieren, sobald sie „hungern“. Dafür wurde er 2016 immerhin mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt. Als am Effizientesten hat sich dazu meiner Meinung nach das intermittierende Fasten (auch Intervallfasten oder 16/8 genannt) herausgestellt, welches sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Allerdings sollte man darauf achten, dass man dabei möglichst das Abendessen auslässt. Und idealerweise den letzten Bissen bereits zwischen 14 und 15 Uhr zu sich nimmt. Die zellbiologische Uhr wird es Ihnen danken, denn in der Nacht finden die meisten wichtigen „Zell-Recycling-Aktivitäten“ statt. Sozusagen Müllentsorgung in der Zelle!
  6. Last not least gibt es auch noch ein paar NEM (Nahrungsergänzungsmittel), welche uns dabei helfen können, die Zellen zu verjüngen. Und dabei handelt es sich keinesfalls um Esoterik, sämtliche führenden Alterswissenschaftler sind sich darüber einig, dass Substanzen wie z.B. Spermidin, welches im Zuge des Zellstoffwechsels zelluläre Reinigungsprozesse aktiviert, dazu in der Lage sind, uns tatsächlich länger leben zu lassen!

Infothek

Interessierte Personenkreise haben verschiedene Möglichkeiten, sich diesbezüglich auch gerne persönlich von mir beraten zu lassen. Sowohl in Hinblick auf ein erfolgreiches Selbstmanagement bei Diabetes Typ-2 (www.diabetesade.com) wie auch über die neuesten „Langlebigkeits-Erkenntnisse.

Die nächste „Diabetes Ade Reise“ findet von 27.3.2022 – 31.3.2022 im Hotel Weber in Bad Schönau statt. Kennwort „Raus aus der Zuckerfalle“.

Zudem eröffne ich bereits im Jänner 2022 ein Gesundheits- und Anti-Aging-Institut in 1030 Wien. Dort besteht dann auch die Möglichkeit für Einzelcoachingtermine, nähere Infos dazu unter +43-676-9400767 oder mberndt@connecting.at

Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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