Aloe Vera – das Naturheilmittel

Aloe Vera


Den Heilkräften der Wüstenlilie Aloe Vera werden wahre Wunder nachgesagt, und so erfreut sich die als „Pflanze der hundert Wunder“ bezeichnete Lilienart als Nahrungsergänzung einer immer größer werdenden Beliebtheit! Persönlich hat mich natürlich vor allem der Einfluss der Heilpflanze auf den Blutzuckerspiegel interessiert, aber auch ihrer angeblichen „Anti Aging Kraft“ wollte ich näher auf den Grund gehen…

Die vom Äußeren dem Kaktus ähnelnde Aloe Vera gehört wie der Knoblauch und die Zwiebel zur Familie der Liliengewächse. Der wichtigste Wirkstoff der „Königin der Heilpflanzen“ ist ein immunstärkendes  Polysaccharid namens Acemannan, das aufgrund seiner Eigenschaften freie Radikale bekämpft, indem es die für die Abwehr zuständigen Zellen aktiviert. Acemannan wird in den Zellwänden eingelagert und kann so den Körper sogar im Kampf gegen Tumorzellen, Infekte und Pilzerkrankungen unterstützen!

Aloe Vera versorgt den Körper mit Enzymen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Vitaminen. Mit diesen hat die Pflanze sogar Mahatma Gandhi während seiner langen Fastenperioden unterstützt!

Die Aloe Vera Pflanze wirkt innerlich wie äußerlich und wird deshalb sowohl bei Hautproblemen wie  auch gegen zahlreiche Erkrankungen eingesetzt.

Die Wirkungsbereiche des Aloe Vera Gels reichen bei äußerlicher Behandlung von Insektenstichen, Herpes, Neurodermitis & Psoriasis, Geschwüren und Ekzemen bis zur Anwendung bei Brandwunden (auch Sonnenbrand) und auch Zahnfleischentzündung.

Bei innerlichen Beschwerden und Erkrankungen wird das Aloe Vera-Gel häufig gegen erhöhten Cholesterinspiegel und Triglyceride-Werte, Bluthochdruck, Magen- und Darmbeschwerden (Reizmagen/Reizdarm) und offensichtlich sehr erfolgreich bei Diabetes eingesetzt. Aloe Vera kann Nierensteine verhindern, regelt den Säurehaushalt des Körpers und soll auch bei Pilzerkrankungen wirken.

Aloe Vera und Diabetes

Der Saft der Heilpflanze stabilisiert den Blutzuckerspiegel auf natürliche Art und Weise. Dabei dürften die Substanzen Anthrachinon und Lecithin, organische Phenole (Karbolsäure) und vor allem ein löslicher Ballaststoff namens Anthrachinon die tragende Rolle beim Blutzuckersenken spielen.

Vielversprechende Ergebnisse hat eine Untersuchung* an 30 Patienten mit einem manifesten Diabetes Typ-2 ergeben, welchen über einen Zeitraum von 8 Wochen 2x täglich 300 mg Aloe Vera Kapseln verabreicht wurden.  Im Gegensatz zu einer Gruppe, die nur Placebo erhielten, wurde bei der „Aloe Vera Gruppe“ eine deutliche Herabsenkung des HbA1c und des Nüchternblutzuckers festgestellt!
*Quelle: Huseini HF, Kianbakht S, Hajiaghaee R, Dabaghian FH. Anti-hyperglycemic and anti-hypercholesterolemic effects of Aloe vera leaf gel in hyperlipidemic type 2 diabetic patients: a randomized double-blind placebo-controlled clinical trial. Planta Med. 2012 Mar;78(4):311-6.

Eine Studie*, die 2016 an 470 Patienten durchgeführt- und im „Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics“ veröffentlicht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass eine Nahrungsergänzung mit Aloe Vera den HbA1c bei Typ-2 Diabetikern reduziert und bei Personen, die von Prädiabetes betroffen sind, den Nüchternblutzucker senkt.
*Quelle:http://www.diabetes.co.uk/news/2016/mar/aloe-vera-supplementation-could-benefit-prediabetes-and-type-2-diabetes-94884720.html

 💡 Es existieren mittlerweile eine Menge Studien, die belegen, dass Aloe Vera antidiabetische Eigenschaften Diverse weiterführende Studien zum Thema findet man an dieser Stelle: https://scholar.google.com/scholar?q=aloe+vera+diabetes&hl=en&lr=

Aloe Vera und der Alterungsprozess

Der Heilpflanze auch etwaige Anti Aging Eigenschaften nachzuweisen war schon ein wenig schwieriger, und eine vielversprechende Recherche, die mein Interesse geweckt hatte, lieferte bedauerlicherweise einen veralteten oder nicht mehr existenten Quellennachweis. Da die angeblich durchgeführte Studie jedoch durchwegs vielversprechend klingt, möchte ich sie den LeserInnen meines Blogs trotzdem nicht vorenthalten:

Anhand einer an Ratten durchgeführten Studie wurde nämlich festgestellt, dass bei Einnahme von roher oder verarbeiteter Aloe die durchschnittliche Lebensspanne der Ratten um 10 Prozent verlängert werden konnte. Außerdem verlangsamte sich die sogenannte Verdopplungszeit der Sterberate, und altersbedingten Krankheiten wurde durch die Einnahme von Aloe Vera erfolgreich entgegengenwirkt.

Leider funktioniert, wie erwähnt, der ursprüngliche Link zur Originalquelle dieser Studie nicht mehr (http://www.iasc.org/yu.html), möglicherweise wurde er auch gelöscht. Wer Zeit und Geduld zum Nachforschen hat, kann jedoch hier sein Glück versuchen: http://www.iasc.org/Resources/ScientificLibrary.aspx

Doch auch Peter Carl Simons berichtet in seinem Buch über Aloe Vera von der Anti Aging Kraft der Pflanze. Forschungen des „Health Science Centers“ an der „University of Texas“ dürften das bestätigen. So wurde in Tierversuchen festgestellt, dass die regelmäßige Verabreichung des Aloe Vera Gels zu einer höheren Lebenserwartung einerseits und zu weniger Krankheiten anderseits führt.

  • Soll es also wirklich wahr sein…?

Aloe Vera und die Haut

Vor allem in der Damenwelt weitaus bekannter sind da schon die beeindruckenden Ergebnisse, die man mittels Aloe Vera in Bezug auf eine Hautverjüngung aufweisen kann. Bereits im Alten Ägypten wurde sie deshalb als „Pflanze der Unsterblichkeit“ tituliert und begründete dies mit den ganz offensichtlichen Anti Aging Kräften der Pflanze. Aloe Vera unterstützt nämlich den Zellstoffwechsel der Haut, die Bioaktivstoffe der Pflanze dringen bis tief in die Haut ein und helfen dabei, die Haut länger jung wirken zu lassen. Die Anwendung durch Aloe Vera verbessert die Spannkraft, reguliert den Feuchtigkeitsgehalt und erhöht die Elastizität der Haut. Zusätzlich sorgen Lipide dafür, dass etwaige Faltenbildung „geschmeidig“ gehalten wird, die Haut bleibt dadurch glatter.

 💡 Tipp: Achten Sie beim Erwerb von Aloe Vera Naturkosmetikprodukten unbedingt auf den Aloe Vera Gehalt und fallen Sie nicht auf „Mogelpackungen herein.

Vorschlag zur inneren Anwendung

Am besten nimmt man den Aloe Vera-Saft (Gel) vor dem Essen, eventuell gleich in der Früh auf nüchternen Magen ein. Dazu mischt man in etwa 100 ml des Saftes mit einer frisch gepressten Zitrone in ein Glas und trinkt das Getränk 15-30 Minuten vor dem Frühstück auf einmal aus.

 ➡ Vorsicht: Überdosierungen können bei empfindlichen Personen Magen-Darm- oder Nierenreizungen auslösen!

 💡 Tipp: Große Unterschiede dürfte es übrigens bei der Qualität der angebotenen Aloe Vera-Produkte geben und auch darin, ob das „sanfte“ Gel oder das drastisch wirkende Harz zur Anwendung kommt. Da das Harz leicht giftig sein soll, würde ich persönlich ausschließlich das in den Blättern gespeicherte Gel verwenden!

 

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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