Die Wahrheit über die Diabeteslüge

MotivationIm April 2012 hatte ich bei Diagnoseerstellung meiner Diabetes Typ-2 Erkrankung noch einen Langzeitzucker HbA1c von 9,7 % aufzuweisen und sämtliche Fachkräfte klärten mich darüber auf, dass ich von nun an Insulin spritzen müsste und unheilbar krank sei. Wir haben nun Ende Juli 2017, ich nehme nach wie vor keine Medikamente und mein HbA1c liegt bei 5,7 %. Ich bin gesund!

Es stellt sich bei all dem natürlich die Frage, warum Patienten immer wieder eingeredet wird, dass das Fortschreiten der Zuckerkrankheit nicht aufzuhalten ist und diese bedauernswerten Menschen solcherart schwer demotivieren. Steckt nur Unwissenheit dahinter, oder gar System? Oder ist es ganz einfach nicht lukrativ genug, wenn man sich die Mühe macht, seriöse Aufklärungsarbeit zu betreiben? Fairerweise muss man anmerken, dass es unser Sozialsystem bedauerlicherweise nicht vorsieht, dass Patienten umfangreich beraten werden und eine solche Dienstleistung kaum vergütet. Und sehen wir den Tatsachen doch ins Auge: Ein Medikament zu verschreiben nimmt nun wirklich bedeutend weniger Zeit in Anspruch. So nehmen wir also auf den Rücken der Betroffenen offenbar lieber eine Krankenindustrie hin, statt ein Gesundheitswesen zu fördern, das langfristig viel mehr Kosten einsparen würde, als es kurzfristig an Mehrkosten verursacht. Traurig, absolut unethisch – aber wohl leider wahr.

Was habe ich mir in den letzten 5 Jahren nicht alles anhören müssen. Von „der hat sicher gar nie Diabetes gehabt“ bis, „DAS funktioniert nur in Einzelfällen“ bis hin zu „da muss man aber eine restriktive Diät halten“. Natürlich kompletter Unsinn und mit Diät, Askese und Verzicht hat das was ich tue, herzlich wenig zu tun.

Und so wurde es meine Berufung, andere Menschen, die mein Schicksal teilen, zu informieren, zu inspirieren, zu motivieren. Es macht mir große Freude und gerade in den letzten Monaten haben sich immer mehr interessierte Menschen bei mir gemeldet, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen möchten.

Auf meinen Diabetes Ade-Lifestylereisen werden keine Patienten therapiert, das steht mir weder zu, noch liegt es in meinem Interesse. Doch im Zuge der täglichen Workshops findet seriöse Aufklärungsarbeit statt, und auch die Bewegung und der Spaß kommen dabei nicht zu kurz. Im Vordergrund steht jedoch die Ernährung und eine Vollpension a´la Diabetes Ade, die keine Wünsche offenlässt.

Der Grund des heutigen Blogartikels ist denkbar simpel: Einmal mehr möchte ich Diabetikern, die vom Typ-2 betroffen sind, mitteilen, dass sie sich von absolut niemandem einreden lassen sollen, dass Diabetes Typ-2 unheilbar ist. Es ist höchstens eine Frage der Definition des Wortes „Heilung“, Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang lieber von einer sogenannten vollständigen Remission. Diese bezeichnet einen Zustand, bei dem die Krankheit samt ihren Symptomen nicht mehr nachweisbar ist. Kleinliche Wortklauberei, wenn Sie mich fragen.

Das Wesentliche ist doch, dass man sich in Bezug auf die Zuckerkrankheit keine Sorgen mehr machen muss und auch die möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten keine zusätzliche Belastung darstellen.

Entscheidend ist dabei vor allem eines: Die richtige Motivation!

Diabetes Ade! …und Heilung ist doch möglich!

Markus Berndt, 01.07.2017, HbA1c: 5,7%. Keine Diät, kein Verzicht, keine Medikamente – Hurra!     Labor

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (5)

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    I.B.

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    Laut Herrn Sven-David Müller kann der ideale HbA1c-wert nach dem Alter gestaffelt werden
    <5oJahre <6,1
    50-70 Jahre 75 Jahre <7,5
    Allgemein ist ein wert von unter 6,0 sehr gut.
    Außerdem empfiehlt er Kohlehydrat- und ballaststoffreich zu essen, bei typ-1 nicht eiweißreich, bei Typ-2 zuckerarm
    Was halten Sie davon?
    Außerdem empfiehlt er Halbfettmargarine und bei erhöhten Blutfetten phytosterinhaltige Diätmargarine wie bei becel proaktiv als Aufstrichsfett
    Auch er hat seinen Diabetes Typ-1 im Griff und anscheinend bei seinen Beratungen Erfolg.

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      Markus Berndt

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      Ehrliche Antwort? Bis auf die beiden Aussagen “Allgemein ist ein wert von unter 6,0 sehr gut.” und “ballaststoffreich zu essen” halte ich rein gar nichts davon.

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    Edita-Kerstin Siems,

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    Sie sprechen mir aus der Seele. Mit einem Langzeitwert von 9,5 habe ich seinerzeit automatisch Metformin, Statine und Blutdrucksenker bekommen. Ich danke meinem Schicksal, von einem Behandler in Rostock über die biochemischen Vorgänge aufgeklärt worden zu sein und mit LOGI Kost und Unterstützung der Atemkette (vitamine und Spurenelemente) bei 5,9 gelandet zu sein. “Wie eine Gesunde”, denn bei Nachlässigkeit habe ich wieder Werte wie eine Diabetikerin. Vor allem morgens komme ich mit hohen Werten aus der Nacht.
    Also von “Heilung” ist mit Vorsicht oder besser lebenslanger Umsicht zu reden.
    Der Blog gefällt mir gut, Danke für einige Anregungen.

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      Markus Berndt

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      Die Insulinresistenz kann natürlich genauso zurückkehren, wie sie seinerzeit aufgetaucht ist. Doch das wird sie nur noch tun, wenn man in die alten schädlichen Gewohnheiten zurückfällt, und warum sollte man das tun? So gesehen ist es eine Heilung auf (Lebens)zeit…

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    Ingeborg Hochensasser

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    Gratuliere Herr Berndt! Noch ist mein HbA1c bei 6,4, aber ich will auch noch weiter nach unten und weiß daß es möglich ist, Dank Ihrer infos und Neuigkeiten an denen sie uns teihaben lassen! Vielen Dank dafür

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