Intermittierendes Fasten – 3. und letzter Teil der Fastenreihe

Intermittierendes FastenNach den ersten beiden Varianten meiner Fastenreihe erscheint das intermittierende Fasten als die am einfachsten durchzuführende Methode, da die Fastenperiode einen „überschaubaren“ Zeitrahmen lang andauert. Doch bringt das tatsächlich auch die erhofften Erfolge? Und was erwartet man sich eigentlich davon? Abnehmen, Krankheiten lindern oder gar auskurieren – vielleicht sogar länger leben?

Die individuelle Erwartungshaltung bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen, doch eines möchte ich doch vorausschicken: Fasten tut Körper, Geist & Seele gut, intermittierendes Fasten hat den zusätzlichen Vorteil, dass man es alleine und von zuhause aus durchführen kann. Das spart Kosten und Zeit.

Definition „intermittierendes (unterbrechendes) Fasten“: Nahrungsmittelentzug und Nahrungsperiode wechseln einander in fixen Zeitabschnitten ab.

Je nach Methode dauern diese Abschnitte üblicherweise zwischen 16 und 24 Stunden. Wenn wir uns nun exemplarisch für eine 24 Stunden Fastenperiode entscheiden, dann bedeutet das, dass 24 Stunden normal gegessen und danach 24 Stunden gefastet wird.

Man könnte also z.B. am ersten Tag mit einem Frühstück um 8 Uhr beginnen, und danach die Fastenperiode einleiten. Nach 24 Stunden, also am nächsten Morgen, beendet man die erste Fastenzeit und startet in die 24 Stunden „Essensperiode“ – solange bis am nächsten Morgen nach dem Frühstück wieder die nächste Fastenperiode startet, usw.;

Zur Flüssigkeitsaufnahme ist während der Fastenzeit (jeweils 24 Stunden) nur Wasser erlaubt. Intermittierend gefastet wird in der Regel zumindest einige Tage, wer es durchhält, kann natürlich auch viel länger intermittierend fasten. Wirkliche Nachteile gibt es bei dieser Form des Fastens keine, dafür zahlreiche Vorteile, wie z.B.: weniger erkrankungsanfällig, Fettabbau & Muskelverbrennung, deutlich mehr Energie, und  einen Anti-Aging-Effekt durch die sogenannte Autophagie, dem wahrscheinlich wichtigsten Prozess im menschlichen Körper.

Einer der führenden Altersforscher, Univ.-Prof. Frank Madeo, erklärt diesen Vorgang folgendermaßen: Wenn Zellen Nahrungsmangel ausgesetzt werden, verdauen sie alles, was nicht benötigt wird. Zellen sind in der Lage, diesen „Zellmüll“ in Energie umzuwandeln, die sie in weiterer Folge dem Körper wieder zur Verfügung stellen. Das Fachwort dafür ist eben jene Autophagie, mittels derer durch eine Art „Selbstkannibalismus“  schädliche Zellbestandteile recycelt werden. Autophagie wird übrigens durch einen ständig erhöhten Insulinspiegel, wie er durch zu kohlenhydratreiche Ernährung (vor allem durch Zucker, Weißmehl, Reis und Kartoffel) entsteht, gebremst, und das kann in Folge zu schwerwiegenden Krankheiten wie z.B. Krebs, Arteriosklerose oder Alzheimer führen!

In diesem Zusammenhang wiesen  US Studien der Universität in San Diego in einer aktuellen Studie mit Mäusen nach, dass sogar die bekanntlich katastrophalen Folgen von stark zuckerhaltiger Ernährung durch gelegentliches Fasten neutralisiert werden können. Wohl eine kleine Sensation, aber keinesfalls ein Freibrief für den ungesunden Haushaltszucker!

  • Tipp: Durch die Reduzierung des Blutzuckers im Blut beim Fasten, kommt es übrigens auch zu einer geringeren Insulinausschüttung! Durch die Nahrungsaufnahmepausen verbessert sich der Stoffwechsel, auch das Risiko an Diabetes überhaupt erst zu erkranken, verringert sich.
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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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