Kipferl & Espresso

KipferlWie dem eifrigen Blogleser sicherlich nicht entgangen ist, habe ich mich in letzter Zeit zum Kaffeefreak entwickelt. Nach einer Ausbildung zum diplomierten Kaffeeexperten und Absolvierung eines Barista Kurses wurde mir einmal mehr bewusst, dass die wenigsten Kaffeehäuser in der Lage sind, einen auch nur halbwegs annehmbaren Kaffee zuzubereiten. Mit meiner Miniausrüstung daheim gelingt mir das in der Zwischenzeit bedeutend besser, und ich genieße meinen „Espresso a Casa“ außerordentlich.

Eigentlich fehlte nur noch eines zum perfekten Kaffeegenuss – das „berühmte“ Kipferl. Da man sich auch in diesem Bereich besser selbst versorgt, machte ich mich auf, ein eigenes Hörnchen zu „entwickeln“. Selbstverständlich ohne Mehl, und natürlich zuckerfrei!

Doch noch einmal kurz zurück zum Espresso. Neben der Qualität der Kaffeebohnen und der optimalen Röstung, kommt es unter anderem vor allem auf die Bedienung an der Maschine an. Am besten gelingt der Kaffee, wenn man ihn mit einer eigenen Kaffeemühle fein mahlt und danach in einer Siebträgermaschine zubereitet. Bei einer Pulvermenge von 7-9 g, einer maximalen Wassermenge von 30 ml und einer Durchlaufzeit von 25 Sekunden kommt es zu einer schönen festen Crema, dem optischen Zeichen, dass der Kaffee tatsächlich gelungen sein könnte.

Eine breite Auswahl an hervorragenden Kaffeesorten findet der Kaffeegourmet ganz sicher nicht im Supermarkt, da empfehle ich vielmehr einen Besuch bei der Firma Beans, die in der Wiener Landstraßer Hauptstraße beheimatet ist. Die Besitzerin Doris Schleger führt ihren Laden nicht nur mit beneidenswerter Hingabe, sondern ist auch eine ausgewiesene Kaffee-Expertin, die in ihrem stylischem Geschäft regelmäßig Home-Barista Kurse durchführt. Prädikat: Absolut empfehlenswert!

Doch nun zur Kaffeebegleitung, unserem allersten „very low carb Kipferl“, dass uns, wie ich denke, unglaublich gut gelungen ist! Bis dato habe ich mir immer wieder ein Croissant eines italienischen Herstellers bestellt, dass auch sehr bekömmlich schmeckte. Allerdings beinhaltet das Produkt leider Gluten, und auf diese wollte ich à la longue eigentlich verzichten.

Gesagt – getan, nach einigen Versuchen hat sich folgendes Rezept entwickelt. Unser erstes eigenes Locaba Kipferl, von dem man noch viel hören wird…!

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 150 g Philadelphia Frischkäse
  • 150 ml lauwarme Milch
  • 100 g Butter, zerlassen
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/4 Würfel Germ
  • 25 g Kokosmehl
  • 50 g Mandelmehl
  • 50 g Bambusfasern
  • 30 g zuckerfreies Eiweißpulver
  • 2 EL gemahlene Flohsamenschalen
  • 1 Eigelb
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Erythrit/Stevia

 

Zubereitung:

  • Die lauwarme Milch mit dem Zucker und dem Germ vermischen, bis der Germ ganz aufgelöst ist.
  • Danach die Eier mit dem Philadelphia verquirlen und die Butter zerlassen.
  • Mandel- und Kokosmehl mit dem Eiweißpulver, den Bambusfasern und dem Flohsamenschalenpulver vermengen, Salz und Erythrit-/Stevia Mischung zugeben.
  • Alles gemeinsam zu einer geschmeidigen Masse vermischen, zu einem Teig verkneten und diesen bei Zimmertemperatur in etwa 1 Stunde rasten lassen.
  • Danach den Teig auf einer mit Bambusfasern bestreuten Silikonmatte dünn ausrollen.
  • Zum Abschluss beliebig große Dreiecke ausschneiden, zu Kipferl „eindrehen“, mit dem Eigelb bepinseln und im vorgeheizten Backrohr 20 min bei ca. 170 Grad Umluft herausbacken.

 

Tipp: Wenn wider Erwarten ein Kipferl übrigbleiben sollte, einfach in einer Papiertüte aufbewahren.:=)

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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