Die Esstherapie

zuckerkrankVor kurzem wurde es mir aus aktuellem Anlass einmal mehr ins Bewusstsein gerufen. Diabetes Typ-2 ist nicht mehr – aber auch nicht weniger – als eine Ernährungskrankheit. Und lässt sich deshalb auch nur mittels Ernährung optimal behandeln. Über 6 Jahre habe ich meine Zeit intensiv diesem Thema gewidmet und muss mich schon sehr wundern, dass herkömmliche Therapieansätze diesen Zugang zumeist erfolgreich ignorieren. Die Folge: Die Zuckerkrankheit ufert weiterhin aus, und zahlreiche Menschen erleiden schlimme Schicksalsschläge, die oft zu verhindern wären.

In aller Bescheidenheit möchte ich doch festhalten, dass es vermutlich nicht sehr viele Menschen auf der Welt gibt, die sich so sehr der Erforschung von Diabetes Typ-2 im Sinne einer Lifestyle-Therapie gewidmet haben, wie meine Wenigkeit. Zumindest nicht in jener Form die ich gewählt habe, nämlich der Durchführung von unzähligen „Ernährungs-Selbstexperimenten“ samt aussagekräftigen Blutzuckermessergebnissen.

Ich muss jedoch schon lange nicht mehr nur auf meine eigenen Ergebnisse zurückgreifen, mittlerweile teilen auch zahlreiche andere Menschen ihre Erfahrungen mit mir. Und eines zieht sich wie ein roter Faden dabei durch: Die Wahl der richtigen Ernährung entscheidet ausschlaggebend über Erfolg oder Misserfolg im Kampf gegen die Ernährungskrankheit Diabetes Typ-2.

Eigentlich ist es ganz simpel, auch wenn sich die/der eine oder andere vehement gegenüber dieser Logik verschließen mag:

  • Je häufiger man die Zufuhr von Kohlenhydraten reduziert, umso seltener wird man stärkere Blutzuckeransteige zu verzeichnen haben.
  • Sofern man auf die „schlechten“ Kohlenhydrate wie Zucker und Weizen nicht ganz verzichtet, wird man niemals ohne Diabetes-Medikamente auskommen.
  • Der Unterschied einer Ernährung, welche ohne der Zufuhr von Nahrungsmittel wie Zucker und klassischem Getreide auskommt, zu einer herkömmlichen Ernährungsweise, ist in vielfacher Hinsicht gewaltig.

Diabetiker, die sich den Blutzucker messen, erkennen es natürlich sofort in Form der Messergebnisse.
Doch auch Menschen, die nicht von der Zuckerkrankheit betroffen sind, verspüren unmittelbar nach einer solchen Mahlzeit schon den Unterschied, nämlich in Form eines völlig neuen Körpergefühls!

Die letzten Jahre waren teilweise sehr intensiv für mich, und nicht selten stellte ich mich kontroversen Diskussionen. Doch auch wenn man es aus wirtschaftspolitischen Gründen immer wieder „schönreden“ und wegdiskutieren wollte, wird es trotzdem nicht unwahrer:

Menschen die von Diabetes Typ-2 betroffen sind, können Kohlenhydrate nicht mehr optimal verstoffwechseln, sie haben eine Art KOHLENHYDRATINTOLERANZ!

Und wenn Sie mir jetzt die Frage stellen, warum man dann Diabetikern nach wie vor zur Zufuhr einer großen Menge an Kohlenhydraten rät, dann antworte ich besser nicht auf diese Frage. Denn sonst könnte man mir nachsagen, dass ich zu Verschwörungstheorien neige.

Doch glauben Sie mir bitte eines: Sie selbst sind Ihr bester Arzt und auch Ihr bester Ratgeber. Probieren Sie es doch einfach einmal aus und führen Sie folgendes Selbstexperiment durch:

  • Am Tag 1 essen Sie 2-3 Schnitten eines herkömmlichen Brotes, es darf ruhig auch Vollkornbrot sein und
  • am Tag 2 bereiten Sie sich in gleichen Mengeneinheiten 2-3 Schnitten eines Anbieters zu, der Brotbackmischungen aus keinem herkömmlichen Getreide herstellt. Eines meiner diesbezüglichen Lieblingsbrote finden Sie hier: https://lowcarb-glutenfrei.com/produkt/toastbrot/?ref=61

Tipp der Woche

Ich denke, solche Tests sind für jeden Menschen überzeugend, und mittlerweile ernährt sich bereits der Großteil meiner Familie und meines Freundeskreises auf diese Art und Weise. Sie alle profitieren von dieser Art des Essens. Man fühlt sich jünger und fitter und wird auch nicht mehr müde nach dem Essen. Man führt dem Körper wieder jene Art „Treibstoff“ zu, welchen er auch benötigt. Und nicht diesen ernährungsphysiologischen Schrott, den es an jeder Ecke zu kaufen gibt.

Persönlich habe ich mir Diabetes Typ-2 schon lange vom Leib gegessen, und das Thema beschäftigt mich nur noch in jener Form, als dass ich darüber schreibe. Die Zuckerkrankheit ist eine Ernährungskrankheit, folglich sollte man sie auch rein ernährungstechnisch therapieren.

Und was wollen Sie?

  • Medikamente samt ihren Nebenwirkungen, die Ihnen auf Sicht nur sehr bedingt weiterhelfen?
  • Oder einfach gut essen und dem Diabetes auf gesunde Art und Weise seine Grenzen aufzeigen?

Mahlzeit!

Letzte Gelegenheit für eine Diabetes Ade Genussreise!

18.11. – 23.11.2018 (5 Nächte) Kosten – € 549,- /pro Person, Ort: Hotel Weber, Kurhausstraße 16, 2853 Bad Schönau, www.hotelweber.at, Preis inkl. Übernachtung auf Basis Vollpension und sämtlicher Workshops. https://www.hotelweber.at/auszeit-fuer-den-stoffwechsel/

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (1)

  • augustin kainz

    |

    Sehr geehrter Herr Bernd :-)

    Ich habe Ihre Bücher ja schon länger und habe mich eigendlich Anfangs nicht sehr damit beschäftigtnur vereinzelt darin nachgelesen, Rezepte ausprobiert und für mich etwas auch abgeändert.
    Seit März habe ich mich nun in die Materie mehr vertieft und so wie Sie auch,Selbstversuche unternommen,Lebensmittel ausgetauscht und probiert,Gunpowertee,verschiedene grüne Tees,rotbuschtee getrunken,war aber nicht so zufrieden damit,trinke jetzt regelmäßig Ingwertee mit Zitrone und habe damit mehr Erfolg.
    Normales Mehl wurde gegen Dinkel-und Einkornmehl getauschtund es werden damit wieder mehr Produkte damit gekocht und gebacken.
    Kohleydrate hatte ich da aber nicht so im Visier,sondern mir gings da nur um den Zuckergehalt,verschiedener Lebensmittel,habe bei einem Anbieter ( Eismann ) verschiedene Gebäcke und auch andere Produkte gefunden,auch bei Penny gibst Brötchen die meinen Zucker fast nicht belasten,sind aber alles Produkte die man aufbacken muß.Meine Joghurtsucht :-),habe ich geändert und nehme jetzt statt der griechischen oder türkischen,eine 1% Joghurt,die ich mit verschienen Samen ( Chia-,Lein-,Flohsamen oder Weizengras ) Gojibeeren,Granatapfel,Kakao,Zimt und ich kann nichts dafür mit Ingwer vermische und dann mit Mineralwasser,so wie es von meinen ehemaligen türkischen Arbeitskollegen im Sommer aufgespritzt wurde.
    Der Erfolg gibt mir Recht,ich habe seitdem 20Kg abgenommen und seit 2 Monaten habe ich auch mein zuckermedikament um 50% reduziert und seit 2 Wochen nehme ich es auch nur mehr fallsweise,mit auch anderen essgewohnheiten habe ich nach dem Essen zu 85% einen Zucker bis zu 135,ab und zu einen ausreisser,der Nüchternzucker seit den 2 Wochen,liegt bei 90-105,da sind dann 5 Mannervollkorn-Schnitten dabei :-),mein Mittelwert über 90 Tage 437 Messungen beträgt 115.
    Ich möchte mich bei Ihnen bedanken für den Anstoß Diabetis Ade und Ihre jeweiligen regelmäßigen Informationen
    Mit lieben Gruß

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