Sucralose und Aspartam? Dann vielleicht doch besser ungesüßt!

zuckerfreiNur allzu gut habe ich noch meine umfangreichen Recherchen betreffend „Süßen ohne Reue“ in Erinnerung. 2012 habe ich diesem Thema viel Zeit gewidmet, und es war auch gar nicht so einfach, fündig zu werden, denn viele der angebotenen Alternativen sind um nichts gesünder, als es das „weiße Gift“ ist. Zucker war bekanntlich neben Weizen ein absolutes „No go“, doch manche Substanzen erschienen mir fast noch ungeeigneter, den süßen Freuden des Lebens weiterhin gefahrlos zu frönen…

Chemische Süßstoffe wie Aspartam waren mir persönlich eigentlich schon immer etwas „unheimlich“. In den seltenen Fällen, als ich Light-Getränke mit dem Inhaltsstoff Aspartam zu mir nahm, hatte ich verstärkten Harndrang und verspürte häufig Kopfschmerzen. Der direkte Zusammenhang ließ sich nicht von der Hand weisen. Ohne mich näher mit den zahlreichen Verschwörungstheorien betreffend Aspartam und dessen gesundheitsschädigenden Folgen zu befassen, sollte jedem „Light-Limo-Trinker“ jedoch bewusst sein, dass Aspartam nach dessen Genuss im menschlichen Organismus erneut in seine Grundsubstanzen Asparaginsäure (40%), Phenylalanin (50%) und Methanol (10%) zerfällt.

Asparaginsäure wird vom ehemaligen Professor für Neurochirurgie an der Medical University of Mississippi als Aminosäure beschrieben, die ähnlich toxisch wirkt wie Glutamat. Hohe Mengen davon können vor allem bei Kindern, deren natürliche Barriere der Blut-Hirn-Schranke noch nicht voll entwickelt ist, chronische neurologische Störungen verursachen.

Ein Zuviel an Methanol verursacht wiederum Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und verschwommenes Sehen*. Methanol wird im Körper zu Formaldehyd und Ameisensäure abgebaut. Eine zu hohe Belastung des Körpers mit Methanol kann zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen führen.
*Quelle: http://blogs.naturalnews.com/aspartame-a-hidden-schedule-ii-narcotic/

Das israelische Weizmann Institut in Rehovot fand unter der Leitung von Dr. Eran Elinav heraus, dass Süßstoffe wie Aspartam das Körpergewicht erhöhen und den Zuckerstoffwechsel stören. Zusätzlich weiß man heute, dass Süßstoffe den Appetit auf Süßes und andere Kohlenhydrate verstärken und den Stoffwechsel stören.

Laut Wissenschaftlern des Massachusetts General Hospitals erschwert die durch Aspartam hervorgerufene Stoffwechselstörung sogar eine erwünschte Gewichtsabnahme deutlich. Aspartam blockiert nämlich die Aktivität eines ganz speziellen Darmenzyms (auch intestinale alkalische Phosphatase, kurz IAP genannt), welches nachweislich Übergewicht und Diabetes vorbeugt!
Zuckerersatzstoffe wie Aspartam sind eigentlich zur Gewichtsreduktion designt, zudem sollen sie sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken – aber eine Vielzahl von klinischen und epidemiologischen Studien legt nahe, dass diese Produkte nicht wirklich gut funktionieren und die Dinge sogar noch verschlechtern“, berichtet der Leiter dieser interessanten Studie, Dr. Richard Hodin. Und weiter: „Obwohl wir andere Mechanismen nicht ausschließen können, zeigen unsere Experimente deutlich, dass Aspartam die IAP-Aktivität blockiert, unabhängig von anderen Effekten“.

Die bekannte Tatsache, dass Aspartam bis Mitte der 70er Jahre auf einer CIA-Liste als potentielles Mittel zur biochemischen Kriegführung stand, klingt für mich persönlich auch nicht allzu beruhigend.

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Ziemlich zur gleichen Zeit erforschte ich im Jahr 2012 die beiden Süßungsmitteln Stevia und Sucralose. Während mir Stevia anfangs etwas zu bitter im Geschmack erschien, war ich von Sucralose schon eher angetan. Wie gewohnt begann ich umfangreich zu recherchieren, und bereits nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass ich aus gesundheitlichen Gründen wohl besser doch die Finger von Sucralose lassen sollte. Welches übrigens in den70er Jahren zufällig von Wissenschaftlern entdeckt wurde, die eigentlich nach einem neuen Pestizid forschten

Umso erstaunter musste ich in den darauffolgenden Jahren zur Kenntnis nehmen, dass die Lebensmittelindustrie ausgerechnet zu diesem Süßungsmittel seine „Liebe“ entdeckt hat. Nicht anders lässt es sich erklären, dass man Sucralose (E 955) in geradezu inflationärem Ausmaß in immer mehr „zuckerfreien“ Produkten entdeckt. Doch treibt man da nicht gar den Teufel mit dem Beelzebub aus?

Eigentlich kein Wunder, dass die Nahrungsmittelkonzerne sich mit Begeisterung auf Sucralose stürzen, schließlich ist es ca. 600 Mal so süß wie Zucker, kalorienfrei, nicht kariogen, hitzestabil und gut löslich – kurz: Perfekt zum Verarbeiten!

Leider wird es jedoch immer wieder in Zusammenhang mit Migräne, Magen-Darmbeschwerden, Hautausschlag, Panikattacken, Funktionsstörungen des Gehirns und einer Schwächung des Immunsystems in Zusammenhang gebracht.

Unter den Markennamen Nevella, Splenda und Candys auftretend, ist dieser Wolf im Schafspelz wahrlich nicht zu unterschätzen. Denn im Gegensatz zu den Behauptungen der Hersteller des Chlorocarbons Sucralose, wird selbiges sehr wohl vom menschlichen Körper verstoffwechselt und 15 Prozent davon im Verdauungsapparat gespeichert. Laut einer Studie* aus den USA kann die Darmflora durch Sucralose stark geschädigt werden! Infolge von Experimenten, die an Tieren durchgeführt wurden, sank durch Sucralose die Fruchtbarkeit der männlichen Tiere und es kam zu einer Reduktion der roten Blutkörperchen.
*Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/

Einer weiteren Studie* zufolge, die im Journal of Toxicology and Environmental Health veröffentlicht wurde, verändert Sucralose doch den Insulin- und Blutzuckerspiegel und auch die Werte des Darmhormons GLP-1, das ebenfalls am Zuckerstoffwechsel beteiligt ist. Diese Ergebnisse stehen in krassem Gegensatz zu den Angaben der Sucralose-Produzenten.
*Quelle: http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10937404.2013.842523

Sucralose wird übrigens aus Zucker hergestellt und während der synthetischen Produktion mit Chloratomen angereichert, so dass eine organische Chlorverbindung entsteht. Bei der Ausscheidung kann der Süßstoff nicht einmal von Kläranlagen herausgefiltert werden und schadet dadurch sowohl Tieren wie auch Pflanzen. Und so wurden zum Beispiel in Norwegen bereits Rückstände von Sucralose im Wasser gefunden

Aus persönlich-/beruflichem Interesse beschäftige ich mich gerade mit den Auswirkungen einer gestörten Darmflora auf den Organismus und bin ehrlich beeindruckt, welch ungeheuren Einfluss unser Darm auf den Gesamtgesundheitszustand hat. Nicht zuletzt aus diesem Grund lasse ich ganz bestimmt die Finger von Sucralose, da es offensichtlich die guten Bakterien im Verdauungstrakt reduziert – und das bedeutet ganz und gar nichts Gutes!

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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