Helfen Nüsse gegen Diabetes? Plus: Rezept für ein schmackhaftes Nussbrot

Nüsse gegen Diabetes

Dass Nüsse gesund sind, weiß heute bereits jedes Kind. Sie enthalten zahlreiche ungesättigte Fettsäuren und sind reich an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Mineralstoffen.

Ihr Glyx (Glykämischer Index) ist niedrig, da der Anteil an rasch verfügbaren Kohlenhydraten nur gering ist – der Blutzuckeranstieg erfolgt demnach nur sehr langsam.

Bei einer Studie aus dem Jahr 2011 wurde nachgewiesen, dass der Verzehr von Nüssen sowohl den Blutzuckerspiegel, wie auch die Blutfettwerte von Diabetikern Typ 2 verbessert. Konkret konnte die Studie aufzeigen, dass 75 Gramm Nüsse als Ersatz für kohlenhydrathaltige Lebensmittel, den Zucker- sowie die Blutfettwerte bei Personen mit Typ 2 Diabetes verbessern können. Annahme: Täglicher Grundumsatz 2000 Kcal (Quelle: Jenkins et al. Nuts as a Replacement for Carbohydrates in the Diabetic Diet. Diabetes Care 34:1706–1711, 2011);

Aus einer im Jahr 2009 in Europa durchgeführten Studie weiß man, dass Diabetiker Typ 2, die täglich Walnüsse konsumieren, bessere Insulinwerte aufweisen als solche, die keine Walnüsse zu sich nehmen. Bereits 30g täglich können dabei helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

Mandeln sind zwar keine Nüsse, sondern Steinobst – sollen aber trotzdem an dieser Stelle nochmals erwähnt werden, da sie die Insulinresistenz der Zellen stark vermindern können.

Auch Kürbiskerne helfen bei Diabetes! Warum? Weil sie eine gute Quelle für Zink sind, und Diabetiker sehr häufig unter Zinkmangel leiden. Zink hat antioxidative Wirkung, und schützt daher vor den bei Diabetes oft auftretenden Gefäßerkrankungen.

Sonnenblumenkerne hingegen haben einen vergleichsweise hohen Gehalt an Vitamin B1(Thiamin). Dieses Vitamin benötigen wir, um Kohlenhydrate abzubauen. Wer noch immer unverbesserlich Zucker und Weißmehl zu sich nimmt, benötigt besonders viel Vitamin B1. Wir erinnern uns an „Zucker, den Vitaminräuber“?

Laut weiteren Studien gibt es zudem zahlreiche Hinweise darauf, dass Nüsse aufgrund ihrer positiven Wirkung auf Herzkreislauferkrankungen und des geringen Glyx fixer Bestandteil in der Ernährung von Diabetikern sein sollten.

Nussbrotrezept:

Zutaten:

150 g Sonnenblumenkerne

50 g Leinsamen

150 g Haferflocken

120 g gemahlene Mandeln

2 gestr. TL Salz

4 EL Flohsamenschalen (Reformhaus)

3 EL Kokosöl

300 ml Wasser

Alles miteinander in einer Kastenform vermischen. Ein paar Stunden zugedeckt ruhen lassen.

Im Ofen bei 180 Grad Umluft 45 min backen und danach auskühlen lassen.

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http://www.diabetesade.com/ernahrung/nuesse-gegen-diabetes.html
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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (11)

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    Dagmar Herdt

    |

    Hallo, wo finde ich bitte das Rezept für das Topfenbrot? Vielen Dank!

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      Markus Berndt

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      Das befindet sich im Diabetes Ade-Kochbuch, Frau Herdt – auf meinem Blog habe ich nur einige wenige Rezepte veröffentlicht.
      Bücher kaufen

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    Ursula Winterstein

    |

    Hallo Herr Berndt,

    ich habe noch eine Frage zum Kokosblütenzucker, sie sagen dass sie Sirup davon bereiten, wie mache ich das? es würde mich sehr interessieren, weil man dann besser dosieren kann in flüssiger Form.
    Vielen Dank im Voraus

    LG
    Ursula Winterstein

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      Markus Berndt

      |

      Ich nehme 300g Kokosblütenzucker und 150ml Wasser und lasse diese Mischung zuerst aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 7-8 Minuten köcheln. Danach in ein Glas füllen und fertig ist der Sirup. Einfach köstlich!

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        U.Winterstein

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        vielen dank Herr Berndt

        LG

        Ursula Winterstein

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          Markus Berndt

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          Sehr gerne, lassen Sie es sich schmecken!

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    U.Winterstein

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    Ich finde in ihrer Tabelle keinen Eintrag über Eier, sind die erlaubt?

    Mit freundlichen Grüßen
    U Winterstein

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      Markus Berndt

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      Im Sinne einer “diabetikergerechten” Küche, wie ich sie für mich persönlich definiere, spricht überhaupt nichts gegen Eier.

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    Winterstein Ursula

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    Hallo,
    ich habe es mit gemahlenen Flohsamenschalen probiert, weil ich die noch von dem Cashewmozarella habe, aber das Wasser geliert sofort, sodass man die trockenen Zutaten nicht mehr verbinden kann, ich glaube die sind zu konzentriert weil sie gemahlen sind, ich werde in Zukunft lieber bei dem Topfenbrot bleiben, denn das ist getoastet ein Genuss.

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    Winterstein Ursula

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    Hallo Herr Berndt,

    ich möchte das Nussbrot backen, habe aber nur gemahlenen Flohsamen, wie viel muss ich davon nehmen, oder ist das gleich?

    Mit freundlichen Grüssen
    U.Winterstein

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      Markus Berndt

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      Hallo,
      wir haben unsere Erfahrungen ausschließlich mit Flohsamenschalen – aber Sie können es ja ausprobieren und uns dann Bescheid geben.
      MfG
      Markus Berndt

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