Leberfasten – Teil 2 der dreiteiligen Blogreihe

Leberfasten

Die Leber ist wohl DAS zentrale Organ unseres Stoffwechsels, und als solches verdient sie ganz besondere Beachtung. Während es fast zum Allgemeinwissen gehört, dass eine Fettleber in Folge übermäßigen Alkoholkonsums entsteht, wissen die Wenigsten, dass man eine solche häufig auch vom (falschen) Essen bekommt. Man nennt diese auch nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD – Non-Alcoholic Fatty Liver Disease). Der geübte Leser ahnt wohl schon, wer auch diesmal die Übeltäter sind, dem diese Form der gefährlichen Fettleber zu verdanken ist: Jawohl, es sind mal wieder die „bösen“ Kohlenhydrate, zu deren Verzehr im Überfluss, sträflicher Weise zahlreiche Diätologen, Ernährungsberater und auch Diabetesgesellschaften nach wie vor  gerne raten.

Kohlenhydrate, die aufgrund fehlenden Energieverbrauchs nicht verbrannt werden, landen in unseren Fettdepots, vor allem in denen der Leber. Das geschieht wohl vielen“ Genussmenschen“ unter uns, die weder Spitzensportler sind, noch, wie möglicherweise unsere Urahnen, vor einem Säbelzahntiger flüchten müssen.

Wie wir wissen, ist die Insulinresistenz das primäre Übel des Typ-2 Diabetikers, derer man sich um jeden Preis entledigen sollte. Dummerweise ist jedoch exakt diese auch zugleich der erste Schritt in Richtung Fettleber, die infolge selbst insulinresistent wird – ein neuer Teufelskreis hat begonnen! Laut Dr. Worm ist die Insulinresistenz der verfetteten Leber auch zugleich der Grund für hohe Morgenzuckerwerte.

Und somit sind wir auch beim eigentlichen Thema gelandet, dem Leberfasten. Dieses Thema ist wahrhaft prominent durch den Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm besetzt. Dr. Worm vertritt den sehr validen Ansatz, dass man durch die Entfettung der Leber und auch der Bauchspeicheldrüse eine drohende Diabeteserkrankung vermeiden kann. Dr. Worm geht jedoch noch weiter und verweist unter anderem auf die Formula-Diät (Pulverdiät zum Anrühren), mittels derer Diabetes Patienten nach nur 8 Wochen von der Zuckerkrankheit befreit waren.  Über die Erfolge dieser Diät-Form nach Prof. Roy Taylor (Newcastle University) wurde sogar in der wichtigsten Fachzeitschrift für Diabetologie „Diabetes Care“ ausführlich berichtet.

Dr. Worm schlägt jedoch sein eigenes Konzept zum Leberfasten vor, und stützt sich dabei auf folgende 4 Eckpfeiler, ohne dabei die leberspezifischen Nährstoffe zu vergessen:

  • kalorienreduziert
  • kohlenhydratreduziert
  • eiweißbetont
  • fettmodifiziert

Unter Berücksichtigung der Studie von Prof. Taylor präferiert er ein 4-Phasen-Konzept, das über mehrere Monate umzusetzen ist. Er nennt diese Methode LOGI, mehr darüber unter: http://www.logi-methode.de/was_ist_logi.html

Fazit: Mich muss man von einer stark kohlenhydratreduzierten Ernährung nicht überzeugen, und die von Dr. Worm präferierte Ernährung pendelt sich wohl irgendwo zwischen Low Carb und Paleo ein. Funktionieren wird es, da bin ich mir sicher.

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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