Das “Tom Hanks Syndrom” – der Murks mit den Ernährungsvorschlägen!

Fit young woman fighting off fast food

Sein mehr als 20 Jahren weiß Tom Hanks, dass er zu hohe Zuckerwerte hat, nun ist auch er Diabetiker Typ 2. Getan, um das zu verhindern, hat er angeblich nichts, obwohl ihn doch sein Arzt riet Diät zu halten. Auch wenn er seinen manifestierten Diabetes loswerden möchte, sollte er nun doch wenigstens Diätkost zu sich nehmen – so sein Arzt.

Wie Eva Rohrer vom Kurier in ihrer Kolumne “MEINUNG” kürzlich schrieb, geht zwar so mancher Diabetiker brav zur Diabetes Schulung, isst aber weiterhin sein Schnitzel und die Torte dazu, danach legt er sich dann am liebsten auf die Couch. Und weiter: “den Lebensstil zu ändern kostet offenbar mehr Überwindung, als lebenslang Pulver zu schlucken, oder sich die Nadel setzen zu müssen”.

Meiner Meinung nach, ist es der falsche Ansatz, Betroffene vor diese Wahl zu setzen, denn: Es ist nicht unbedingt notwendig, seinen Lebensstil zu ändern und vor allem nicht nötig, Diät zu halten! Warum? Weil man nur sich nur ein wenig mit grundlegenden Ernährungsfakten auseinandersetzen sollte, um zu verstehen, wie der eigene Körper funktioniert, reagiert und VERSTOFFWECHSELT! Für Diabetiker (und solche die es nicht werden möchten) gibt es nur ganz wenige Regeln, unter Anderem: Vermeiden Sie Zucker, Weißmehl und polierten Reis! Ziehen Sie langsame, komplexe Kohlenhydrate den schnellen Kohlenhydraten vor, und vermeiden Sie zur Gänze isolierte Kohlenhydrate (eben vor allem Zucker!); Zucker, Weißmehl und Reis lassen sich ganz leicht ersetzen. Mehr dazu in den entsprechenden Blogbeiträgen.

Es ist absolut unnötig Diät zu halten, wenn man sich mit dem sogenannten glykämischen Index (und der glykämischen Last) der Nahrungsmittel auseinandersetzt. Je niedriger der glykämische Index, desto weniger steigt Ihr Blutzucker nach der Nahrungsaufnahme an und daher muss auch die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produzieren – es ist so simpel!

Um das Ganze zu überwachen sollte man sich regelmäßig vor der Nahrungsaufnahme und 2 Stunden danach selbst den Blutzucker messen und wenn man Spaß daran findet (so wie ich), die Werte auch dokumentieren und sich an der stetigen Ergebnisverbesserung erfreuen!:=)

Dass zu diesen einfachen Grundregeln auch moderate Bewegung, respektive Sport mehr als hilfreich sind bleibt unwidersprochen. Jedoch sollte man sich nicht gleich zum Ziel setzen Spitzensportler zu werden, völlig unnötig. Einfach mal 30 Minuten schnell gehen, ein wenig Radfahren, schwimmen, oder auch ins Fitnesscenter gehen – je nach belieben. Hauptsache Spaß macht es…

Fazit: Nicht Diät halten ist wichtig, sondern weniger Kohlehydrate zu sich nehmen und vor allem isolierte & schnelle Kohlenhydrate meiden! Obst & Gemüse schaden natürlich nie und Sport ist das “Sahnehäubchen” dazu, seinen Diabetes Typ 2 auch ohne Medikamente gut in den Griff bekommen zu können – sofern man ihn rechtzeitig entdeckt! Daher ist es so wichtig, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen!

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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