“an apple a day keeps diabetes away”

Oatmeal with apples and cinnamon in a white bowl

Wem dieser Spruch auf Englisch bekannt vorkommt, liegt damit natürlich völlig richtig – er wurde von mir nur ein wenig „adaptiert“.

Dass Äpfel tatsächlich sehr gesund sind, lernen wir von Kindesbeinen an. Das liegt unter anderem an den im Apfel reichlich enthaltenen Flavonoiden und Phenolsäuren, die zu den Polyphenolen gehören.

Studienergebnisse eines britischen Forscherteams*  weisen nun zusätzlich darauf hin, dass diese sekundären Pflanzenstoffe offensichtlich auch in der Lage sind, die Aufnahme der Glukose in die Zellen, sowie deren Abgabe in die Blutbahn, positiv zu beeinflussen. Tatsächlich wurden bei Studienteilnehmern  im Zuge der Behandlung mit einem Extrakt von Polyphenolen aus frischem Apfel einerseits um die Hälfte weniger Glukose von den Zellen aufgenommen, anderseits auch um die Hälfte weniger Zucker von den Zellen freigesetzt.

Das federführende Labor der Universität Leeds zieht daraus den Schluss, dass es vor allem die in den Äpfeln vorhandenen Polyphenole sind, die den von Diabetikern so gefürchteten Blutzuckeranstieg „abbremsen“, in dem sie eine Hemmung des Blutzuckertransports verursachen. Ähnliches, allerdings von der Wirkung her ein wenig abgeschwächt,  fand man übrigens auch bei Erdbeeren heraus.

Dass der hohe Pektingehalt der Äpfel einen positiven Effekt auf Cholesterin- und Blutzuckerspiegel hat, weiß man ja schon lange. Angeblich wird der Apfel in Verbindung mit Zimt jedoch zum wahren Blutzuckerkiller, wenn in dieser Kombination davon 2-3 Stück am Tag verspeist werden!

Kreativen Hobbyköchen fallen zu dieser heilvollen Verbindung sicherlich jede Menge leckerer Zubereitungsrezepte ein. Wie wär´s z.B. mit einem selbst zubereiteten Apfel-/Zimt-/Haferflockenporridge mit Mandeln & Walnüssen?

Übrigens senkt auch Apfelessig den Blutzucker, und zwar dadurch, dass er die Insulinsensitivität bei kohlenhydratreichen Speisen verbessert, und der gefürchteten Insulinresistenz entgegenwirkt. Wer sich zu einer mehrwöchigen Apfelessigkur durchringen kann, wird aller Voraussicht nach mit einer spürbaren Reduktion des HbA1c-Wertes und einer Verbesserungen von Triglyceriden und Cholesterin belohnt.

Da Apfelessig auch ein Geheimtipp zum Abnehmen ist, findet man im Internet jede Menge  Rezepte, die einem diesen „Fatburner“ erst so richtig schmackhaft machen. Obwohl wissenschaftlich nach wie vor umstritten, erfreut sich auch die Apfelessig-Diät nach wie vor größter Beliebtheit!

*Quelle: Manzano S & Williamson G (2010): Polyphenols and phenolic acids from strawberry and apple decrease glucose uptake and transport by human intestinal Caco-2 cells, Molecular Nutrition & Food Research 54: 1773 – 1780.

  
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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    I.B.

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    Ja, und dann gibt es auf zuckerkrankwasnun.blogspot.co.at den Verweis:
    zu vermeiden:Obst, Beerenfrüchte ausgenommen, enthält viel Fruchtzucker, welcher sehr schnell zu Insulinresistenz und Leberverfettung führt.
    Also ist auch der Apfel zu meiden.
    die Verschiedenen Beiträge zur Gesundheit sind schon sehr verwirrend.

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      Markus Berndt

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      Apfel mit Schale gegessen verhindert durch das aufgenommene Pektin eine rasche Zuckeraufnahme. Der Ballaststoff Pektin sorgt dafür, dass der in Lebensmitteln enthaltene Zucker nur langsam aufgenommen wird.

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