ROOIBOS

RooibosDer Rotbusch-Strauch, auch Rooibos genannt, ist mir erst vor Kurzem untergekommen. Dabei kann die Heilpflanze sehr hilfreich dabei sein, den Blutzucker zu senken und einer Insulinresistenz vorzubeugen. Als dafür primär verantwortlich zeigt sich ein Flavonoid namens Aspalathin, und dieser interessante Wirkstoff kommt ausschließlich im Rooibos vor.

Aspalathin regt sowohl die Glukoseaufnahme im Muskelgewebe,- wie auch die Insulinausschüttung in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, und hilft so, den Blutzucker zu senken.

2013 wurden in der Zeitschrift „Phytomedicine“ die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, dass ein mit Aspalathin angereicherter Rooibos Extrakt die Insulinresistenz der Muskelzellen von Mäusen vermindern kann, die Insulinaufnahme wurde signifikant gesteigert.

Auch stressbedingten Blutzuckeranstieg kann mit dem Wirkstoff des Rooibos-Strauchs erfolgreich entgegengewirkt werden, da Aspalathin die Synthese der beiden Stresshormone Cortisol und Adrenalin abschwächt. Somit dürfte sich grüner Rooibos-Tee, neben Lavendel-Tee, als hervorragendes Heilmittel gegen erhöhte Blutzuckerwerte eignen, sofern diese auf Stresssituationen zurückzuführen sind.

Ein zweiter hochaktiver Wirkstoff der Heilpflanze namens PPAG (phenylpropenoic acid glucoside) wird im sogenannten „Cell Differentiation Labor“ der Freien Universität Brüssel erforscht. PPAG hat das Potential, einer Insulinresistenz vorzubeugen, indem es auf funktioneller Ebene das Zell-Membransystem fördert, welches für die Insulinproduktion verantwortlich ist.

Rooibos gilt als gefäßschützend und enthält jede Menge an Mineralien und Spurenelementen. Einer klinischen Studie nach, die an der Technischen Universität Cape Peninsula in Südafrika durchgeführt wurde, schützt der Genuss von 6 Tassen des Rooibos-Tees täglich prophylaktisch vor Arteriosklerose. Der Tee stärkt das Immunsystem, wirkt stark antioxydativ und entgiftend, sowie antibiotisch und antidepressiv.

Die beiden Flavonoide Quercetin und Quercitrin des Tees haben beruhigende Wirkung und begünstigen das Glückshormon Serotonin, Quercetin blockiert zudem die Histamin Ausschüttung. Des Weiteren wirken Quercetin und Quercitrin insofern auch Diabetes entgegen*, indem sie synergetisch mit Rutin und Luteolin zusammenwirken und so den Blutzuckerspiegel senken.
*Quelle: „Rotbuschtee für Gesundheit und Schönheit“ von Dr. Jörg Zittlau

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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