Forderung nach Junkfoodsteuer wird immer stärker!

sparen, sparschwein

Es ist ja nicht gerade neu und für die meisten wohl auch keine Überraschung mehr, dass Fast Food & zuckerhaltige Süßigkeiten die Hauptverursacher von Fettleibigkeit und Diabetes sind. Wer das immer noch leugnet, ist entweder dumm, oder verfolgt „eigene Interessen“.

Die Politik wurde daher von Diabetesverbänden aus aller Welt erneut aufgefordert zu handeln – und zwar in Form von eigenen Verbrauchersteuern auf ungesunde Lebensmittel, wie die oben erwähnten.

In Deutschland wird nun darüber diskutiert, ob der volle Steuersatz auf besonders kalorienreiche Lebensmittel (z.B. auf solche mit hohem Zuckergehalt) angewendet werden sollte, währenddessen bei gesunden Lebensmittel (Obst, Gemüse, etc.) der verminderte Steuersatz von nur 7% herangezogen werden würde.

Diese Maßnahme ist sicher sinnvoll, wie wohl ich persönlich kein Freund von „Strafsteuern“ bin.

Warum das Geld nicht sinnvoll in frühe, breitenwirksame Gesundheitsaufklärung investieren, anstatt später in „Reparaturmedizin“? Warum bringt man nicht schon den Kindern in der Schule – oder noch besser, bereits im Kindergarten – bei, was gesunde Ernährung ist und welche fatalen Folgen der Verzehr von Fastfood & Zucker nach sich zieht? Noch immer wird in Prävention viel zu wenig investiert, denn am kranken Patienten ist halt leider viel mehr zu verdienen als am gesunden Menschen…

Allein in Deutschland erkranken jeden Tag mehr als 700 Menschen neu an Diabetes Typ 2, darunter immer mehr Kinder und Jugendliche. Die meisten davon aufgrund falscher Ernährung!  Kinder sind in der Lage, spielerisch zu lernen und eine Vielzahl an Informationen verarbeiten zu können. Wie einfach wäre es da, ihnen die „richtigen“ Informationen über Ernährung beizubringen? Anstatt dessen positioniert der Lebensmittelhandel weiterhin vor allem Süßigkeiten auf Augenhöhe unserer Kleinen und suggeriert ihnen subtil über die Werbung, wie begehrenswert diese doch sind. Und wo bleibt hier die Politik? Ach ja, der freie Wettbewerb, da darf man ja nicht eingreifen…investieren wir also lieber weiterhin in die Reparaturmedizin, denn da regt sich offensichtlich niemand auf – wie schade und vor allem kurzsichtig!

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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