Isoglukose – ein neuer Albtraum der Süßungsmittelindustrie

süßes GiftNoch bis vor kurzer Zeit hätte ich es selbst nicht für möglich gehalten, dass ich einmal vor einem Süßungsmittel noch mehr warnen muss als vor dem ungesunden Haushaltszucker. Doch das neueste Werk aus der Giftküche der Süßungsmittelindustrie wird vielfach aus gentechnisch veränderten Getreide (primär Mais) produziert, mit Chemikalien versetzt, um dann als picksüßer Sirup namens Isoglukose (high fructose corn sirup) in den Regalen unserer Supermärkte zu landen.

Doch Vorsicht, der ungesunde Sirup versteckt sich hinter allerlei kreativen Namen, wie zum Beispiel:

  • Fructose-Lactose-Sirup
  • Glucose-Fructose-Sirup
  • Fructose-Glucose-Sirup
  • Maissirup, oder ganz einfach
  • Fructose

Wie aus einer Studie* hervorgeht, welche im renommierten Magazin The Journal of Nutrition veröffentlich wurde, verursacht industriell hergestellte Fructose noch größere gesundheitliche Schäden, als es Haushaltszucker in der Lage ist! Laut der US-Forscherin Kathleen Page von der Yale University fördert der zunehmende Konsum von Lebensmitteln, die Isoglukose beinhalten, auch die stetige Zunahme von Übergewicht, welches nur allzu oft schnurstracks in die Fänge der Zuckerkrankheit führt.

Besonders Softdrinks, Tiefkühlprodukte und diverse Naschereien sind mit dem neuen süßen Gift versetzt und gefährden somit vor allem unsere Kinder. Die in Folge wohl noch früher von Diabetes Typ-2 betroffen sein könnten, als es leider sowieso schon immer öfter der Fall ist.

Unsere EU-Vertreter haben Isoglukose „still und leise“ die Freigabe erteilt, und so darf es ab 2017 auch bei uns als Nahrungsmittelzusatz vielen Lebensmitteln zugesetzt werden. Einmal mehr haben sich wirtschaftliche Interessen über Gesundheitsbedürfnisse gestellt. Und somit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir durch Nahrung krank werden.

Für mich persönlich erstaunlich, dass man von den Vertretern der Ernährungsgesellschaften (z.B. DGE und ÖGE) herzlich wenig dazu hört. Eventuell sind sie ja damit beschäftigt, den nach wie vor zu hohen Kohlenhydratanteil in „ihrer“ Ernährungspyramide zu rechtfertigen.

Ich empfehle meinen Leserinnen und Lesern, von Produkten mit dem Inhaltsstoff Isoglukose die Finger zu lassen und vor allem auf oben zitierte „Aliasnamen“ zu achten.

*Quelle: https://archive.unews.utah.edu/news_releases/fructose-more-toxic-than-table-sugar-in-mice/

Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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      Markus Berndt

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      Nein, es ist ein anderer Mist. Isomaltose ist eigentlich ein Zuckerderivat und wird auch von der Zuckerindustrie (konkret:deutsche Südzucker AG) erzeugt. Im Fall Isomaltose wird der klassische Haushaltszucker durch einen gentechnisch verfeinerten Zucker ersetzt. Aber es ist im Vergleich zu Isoglukose noch das geringere Übel und hat auch einen relativ niedrigen glyämischen Index, ähnlich dem von Kokosblütenzucker.

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