Intermittierendes Fasten mit Butterkaffee

Butter KaffeeEs sind nun schon 2,5 Jahre seit meinen ersten Fastenexperimenten vergangen, und schon damals erschien mir das intermittierende Fasten am vielversprechendsten. Es ist simpel durchzuführen, da man es relativ unkompliziert in den persönlichen Alltag integrieren kann. Von Butterkaffee hatte ich damals allerdings noch keine Kenntnis. Kein Wunder, ist es doch ein relativ neuer Trend und zugleich Anlass, mich auf ein neuerliches „Fastenabenteuer“ einzulassen…

Der (Wieder)-Entdecker des Butterkaffees heißt übrigens Dave Asprey, er ist amerikanischer Blogger und hat sich diesen unter dem Namen Bulletproof Coffee als Marke eintragen lassen.  Deshalb nennen wir ihn an dieser Stelle ganz einfach Butterkaffee, ist das gleiche darin, versprochen :=)

Das Spannende am Butterkaffee ist, dass er den Fastenprozess nicht unterbricht, es ist erlaubt, bis zu 2 Tassen davon während der Nahrungskarenz zu trinken. Doch wie genau sieht diese nun aus?

Starten wir beispielsweise unser Fastenexperiment an einem Montag, gleich nach dem Abendessen. Wir nehmen hierzu unser Dinner um 18 Uhr ein und fasten im Anschluss bis zum Mittagessen am nächsten Tag, welches ich um 12 Uhr 30 Uhr begangen habe. Ausgehend davon, dass ich um 18 Uhr 30 fertig mit dem Abendessen war, habe ich nun 17 Stunden (auch als 17/7 bezeichnet) gefastet. Diesen Vorgang führe ich je nach Belieben täglich weiter fort.

So weit so gut. Wirklich angenehm ist dabei jedoch, dass in der Früh (statt des üblichen Frühstücks) besagter Butterkaffee erlaubt ist, dessen Zubereitung wir uns gleich im Anschluss widmen werden. Und wir dürfen uns sogar zwei Tassen davon gönnen, die 2. Tasse sinnvollerweise im Lauf des Vormittages.

Man kann natürlich auch andere Fastenperioden, als oben erwähnte, wählen. Bei mir waren es vor 2,5 Jahren gar 24 Stunden Fasten/24 Stunden normal essen (24/24), es sind bei Fastenfans aber auch kürzere Perioden wie zum Beispiel 16 Stunden fasten/8 Stunden normal essen (16/8) oder sogar 14/10 beliebt.

 ➡ Das Wichtige dabei: Die Fastenperiode wird durch den Butterkaffee nicht unterbrochen!

Doch warum eigentlich Fasten?

Solange die Menschheit besteht, wird aus unterschiedlichsten Motivationen gefastet, am häufigsten aus religiösen Gründen, vermutlich gleich gefolgt vom Wunsch nach der Traumfigur. Ich muss gestehen, dass bei mir andere Beweggründe ausschlaggebend waren, denn

  1. reguliert Fasten den Blutzucker, vor allem der Nüchternblutzucker wird reduziert und
  2. ist Fasten die einzig wissenschaftlich anerkannte Methode, den Alterungsprozess zu verlangsamen. Grund dafür ist die sogenannte Autophagie, ein Prozess im menschlichen Körper, bei dem alte und kaputte Zellbestandteile abgebaut werden. Durch die Nahrungskarenz fressen sich die Zellen dabei förmlich selbst, essentielle Zellbestandteile werden danach jedoch „neu aufgebaut“.

Zusätzlich hat man während des Fastens mehr Energie und Kraft und höchste Konzentration, weshalb das „intermittierende Butterkaffe-Fasten“ vor allem auch bei Sportlern und Managern immer beliebter wird, die solcherart voller Energie in den Tag starten.

Ich persönlich kann das nach meiner nunmehr 2-wöchigen Erfahrung voll und ganz bestätigen, wobei ich fairerweise noch erwähnen sollte, dass ich die Wochenenden fastentechnisch ausgelassen habe.  

Messbare Ergebnisse

  1. Blutzucker im Schnitt um 10 Prozent reduziert.
  2. 3 Kilogramm abgenommen (ich dachte eigentlich, dass ich gewichtstechnisch schon „optimiert“ war)
  3. Mehr Energie und Kraft, höhere Leistungsfähigkeit-/ stärkere Konzentrationsfähigkeit

Und nun zum Rezept

  • In etwa 300 ml schwarzen, frisch gebrühten Kaffee
  • 1 EL MCT Öl, ein aus mittelkettigen Fettsäuren bestehendes Öl, das auf Stoffwechsel und Ketose wirkt (Infos dazu z.B. hier: http://www.naturinstitut.info/mct-oel.html
  • 2 EL Butter, am besten erzeugt aus Bio-Weidemilch

Die Mischung in einem hohen Gefäß 2 Minuten lang mit einem Mixer schaumig schlagen, ich persönlich süße mir meinen Butterkaffee gerne noch mit Erythrit.

 💡 Fazit: Schmeckt viel besser als erwartet, überbrückt perfekt die „Hungerphase“, spendet unheimlich viel Energie und erleichtert letztlich natürlich den intermittierenden Fastenprozess. Ich gebe zu – ich bin begeistert und werde es ab nun regelmäßig durchführen. Wer von uns möchte nicht 150 Jahre alt werden und sich gleichzeitig bester Gesundheit erfreuen?:=)

In diesem Sinne, viel Spaß beim Anti Aging für Schlaue !

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

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