Hintonia latiflora

HintoniaDie Hintonia-Pflanze, auch als Copalchi oder mexikanischer Fieberrindenbaum bekannt, ist vor allem in Mexiko und Guatemala weit verbreitet, als Teegetränk hat sie längst auch in Ländern wie Deutschland und Spanien Einzug gehalten. In der Volksmedizin schätzt man an der Pflanze unter anderem die blutzuckersenkende Wirkung…

Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und ihrer beeindruckenden Heilwirkung wird Hintonia besonders von Diabetikern Typ-2 geschätzt, die die Zuckerkrankheit lieber ohne Medikamente therapieren möchten. So stellt man zum Beispiel aus der getrockneten Rinde der Heilpflanze einen Tee her, der durch seine positiven Effekte auf den Blutzuckerstoffwechsel als Antidiabetikum seine Verwendung findet. Verantwortlich für den antidiabetischen Effekt der Rinde zeigen sich vor allem bestimmte Inhaltsstoffe namens Neoflavonoide.

Ein Extrakt aus Hintonia namens Sucontral(R) besitzt neben seiner blutzuckersenkenden Wirkung auch einen vasodilatierenden Effekt und kann so die Gefäße schützen. (1) Primär dürfte für die blutzuckersenkende Wirkung der Inhaltsstoff „Neoflavonoid Coutareagenin“ des Extraktes verantwortlich sein.

Im Zuge einer 12-monatigen Studie mit diätisch eingestellten Diabetes Typ-2 Patienten (2) konnten durch Einnahme eines Extraktes aus Hintonia latiflora folgende beindruckende Ergebnisse erzielt werden:

  • Reduktion des Nüchternblutzuckers: 20,6%
  • Reduktion des postprandialen Blutzuckers: 19%
  • Reduktion des HbA1c: 10,3%

    ➡ Auch in der Folgezeit nach der Studie (bis zu 33 Monate) blieben die verbesserten Werte stabil, auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen blieben aus.

 💡 Offensichtlich hat es bereits im Jahr 2005 Überlegungen gegeben, den Hintonia-latiflora-Extrakt bei Diabetes Typ-2 anzuwenden, um Diabetes Medikamente mit Sulfonylharnstoffen zu vermeiden. Bedauerlicherweise haben sich jedoch bis heute weder die Kommission E* noch die ESCOP (The European Scientific Cooperative on Phytotherapy) mit Hintonia beschäftigt.

*Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland. Diese Kommission berät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Regel bei der Zulassung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_E

 

Quellen:

(1)           https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4096/

(2)           https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2007-967719

 

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    Christa Travnik

    |

    Sehr geehrter herr Berndt,
    ich möchte ihnen einmal schreiben und mich für die tollen tips die sie immer geben herzlich bedanken.
    können sie mir noch sagen unter welchem namen
    ich den Tee der hintonia-pflanze im handel bekomme?

    danke und liebe Grüße

    christa travnik

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    • Avatar

      Markus Berndt

      |

      Sehr gerne, Frau Travnik – danke für Ihre Nachricht!

      Den Tee bekommen Sie meines Wissens nur online, abnei ein Link zu einem Vergleichsportal der Bezugsquellen:Hintonia-Tee Bezugsquellen

      Liebe Grüße
      Markus Berndt

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