Hanf und Cannabis

Hanf

Mit Hanf verbinden wir mitunter völlig unterschiedliche Dinge. Für die einen ist Hanf eine umweltfreundliche und tolle Alternative, Textilien herzustellen, während andere bei Hanf, der übrigens zu den ältesten Nutzpflanzen weltweit zählt,  sogar an ein Heilmittel denken. Wenn auch nicht unbedingt immer legal, wird sogar Cannabis, dem lateinischen Wort für Hanf, medizinische Heilwirkung nachgesagt. Auch dieser Tatsache wollen wir näher auf den Grund gehen.

Völlig legal hingegen kann man mit der Nährstoffbombe Hanf wunderbar kochen! Sicherlich haben Sie in diesem Zusammenhang schon einmal von Hanfmehl, oder Hanföl gehört? Oder setzen es sogar bereits in Ihrer Küche ein?

Hanf, Hanfmehl und Hanföl

Hanf gehört zu den Ölfrüchten und ist wohl eines der gesündesten Lebensmittel die man kennt. Die Früchte des sogenannten Nutzhanfs haben einen höheren Eiweißgehalt als Soja und besitzen neben den Vitaminen B und E sämtliche essenziellen Aminosäuren.

Die Omega-3-Fettsäuren (vor allem die Alpha-Linolsäure) des Hanföls können erhöhte LDL-Cholesterinwerte senken und besitzen  entzündungshemmende Effekte. Das wertvolle Speiseöl mit dem herrlich nussigen Geschmack wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO  als „vorbildlich“ eingestuft, weil die darin enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis von 1:3 vorliegen. Hanföl, das bis zu einer Temperatur von -15 Grad C flüssig bleibt, regt den Stoffwechsel an und wirkt positiv bei Bluthochdruck.

Zusätzlich werden dem gesunden Pflanzenöl noch Anti-Aging Effekte nachgesagt, da es die Zeichen der Alterungsprozesse unserer Haut kompensiert.

Das glutenfreie Hanfmehl kann man hervorragend zum Brotbacken verwenden, man ersetzt damit in etwa 10 Prozent von herkömmlichem Mehl. Es hat so gut wie keine Kohlenhydrate, ist dafür jedoch reich an Ballaststoffen. Schon allein deshalb eignet es sich natürlich auch perfekt für die „Diabetes Ade-Küche“ als Mehlersatz, zum Beispiel in Kombination mit pürierten Süßkartoffeln und Kürbiskernmehl (Rezept auf Anfrage).

Cannabis

Last not least möchte ich wie versprochen in diesem Artikel auch noch auf Cannabis eingehen. Nicht zuletzt deshalb, weil in vielen Ländern bereits ein „Legalisierungsprozess“ stattfindet und ihm tatsächlich eine nicht unbeträchtliche Heilwirkung nachgesagt wird.

Die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze kennt man als Marihuana, dessen Harz besitzt eine hohe Konzentration an THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Die medizinischen Eigenschaften von THC werden auf der Informationsseite des deutschen Hanfverbandes (https://hanfverband.de) wie folgt eindrucksvoll beschrieben:

  • THC wirkt muskelentspannend, anti-epileptisch, stimmungsaufhellend, brechreizhemmend, appetitsteigernd, leicht verstopfend, augeninnendrucksenkend, bronchienerweiternd, beruhigend, schmerzhemmend, schlaffördernd, juckreizstillend, entzündungshemmend, antibiotisch, gefäßerweiternd, gerinnungshemmend und fiebersenkend.

Doch exakt dieses THC dürfte auch für die „berauschende Wirkung“ von Marihuana & Co. verantwortlich sein, weswegen es zur Freude der Pharmabranche in den meisten Ländern nach wie vor verboten ist.

Warum ich Cannabis in diesem Artikel trotzdem einen nicht unwesentlichen Platz einräume, ist die Tatsache, dass in diversen „Cannabis-Foren“ steif und fest behauptet wird, dass der Konsum von Cannabis offensichtlich die Blutzuckereinstellung verbessert. Und zusätzlich, laut einer Studie, die angeblich auch  im „American Journal of Medicine“ veröffentlich wurde, für einen niedrigeren Insulinspiegel während einer Fastenperiode sorgen soll. Diese und weitere interessante Themen werden zum Beispiel auf folgendem Blog recht kontrovers diskutiert. Wen es interessiert: https://sensiseeds.com/de/blog/diabetes-und-der-suse-effekt-von-cannabis/.

Persönlich bleibe ich lieber beim Genuss von Hanföl und Hanfmehl, nicht zuletzt auch deshalb, da ich mir bereits vor 5 Jahren das Rauchen abgewöhnt habe. Diese schöne Statistik werde ich mir sicherlich durch den „Genuss“ eines Joints nicht wieder zerstören…:=)

 

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Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    Alex von Kiffen aufhören

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    Ein sehr interessanter Artikel. Hanf gilt schon seit hunderten von Jahren als Heilmittel und Wunderpflanze. Besonders der Verzehr von Hanfsamen und dessen Ölen wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Unter anderem können Stoffwechselkrankheiten vorgebeugt werden, aufgrund der hervorragenden Fette, die der Hanfsamen enthält.
    Die Menschen sollten diese Wunderpflanze anders Konsumieren und zwar für den Verzerr und nicht zum Rauchen! Unglaublich wie vielseitig diese Pflanze ist1

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  • Avatar

    Lars

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    Die allgemeine Legalisierung von Cannabis ist längst überfällig. in Deutschland muss sich dort noch einiges ändern.

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