Funktionelle Medizin und Sprechstunde im Zentrum Wiens

NaturmedizinHaben Sie schon einmal von Funktioneller Medizin gehört? Und was sagt Ihnen der Begriff Medical Wellness? Vielleicht können Sie sich eher etwas unter einer Lifestyle-Änderung vorstellen? Ist Ihnen alles noch nicht untergekommen? Kein Wunder, denn von diesen relativ neuen und vor allem innovativen Ansätzen im Umgang mit chronischen Erkrankungen werden Sie in den vielfach werbeindustriegesteuerten „Mainstream Medien“ eher wenig zu lesen bekommen. Denn weder Lebensmittelindustrie noch Pharmakonzerne haben Interesse daran, dass sich Menschen in Zukunft „artgerecht“ und möglichst naturbelassen ernähren, sowie sich von vielen lebensstilbedingten Krankheiten gar selbst heilen. Oder noch besser – erst gar nicht erkranken. Dabei wäre es doch so einfach. Einzig und allein mit der Kraft der Natur, der richtigen Ernährung und dem Ausgleich von Vitalstoff-Defiziten.

Und hier greift die Funktionelle Medizin ein, welche, basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, ein völlig neues System in Bezug auf Diagnostik, Behandlung und Prävention chronischer Erkrankungen darstellt. Die Funktionelle Medizin stellt die Selbstheilungskräfte des Menschen samt Lebensstilmaßnahmen in den Vordergrund. Neben einer ausführlichen Anamnese spielt dabei vor allem die ausgefeilte Labordiagnostik eine große Rolle, man versucht gemeinsam mit dem Patienten die Wurzel des Übels, also der originären Ursache der Erkrankung, auf den Grund zu gehen. Der Therapie-Fokus wird primär auf Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel (NEM), Stressmanagement-Techniken und individuelle Bewegung gesetzt.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass mehr als 80 Prozent aller Erkrankungen in den westlichen Industrieländern ernährungs- und lebensstilinduziert sind, über 70 Prozent aller Todesfälle sind ernährungsbedingt. Die Ratschläge der Ernährungsgesellschaften dazu sind teilweise doch sehr praxisfremd und dadurch wenig hilfreich: „Essen Sie 3-5 Portionen Obst und Gemüse täglich (wer macht das schon?), im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung (die da wäre?) ist es nicht notwendig, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente = Vitalstoffe) zu supplementieren.

Was für ein fataler Irrtum… und nicht der einzige, den wir den Ernährungsgesellschaften aufgrund antiquierter Ratschläge zu verdanken haben. Auszug gefällig?

  • Eier erhöhen den Cholesterinspiegel
  • Fett und fettreiche Lebensmittel stark reduzieren
  • Empfohlen sind dafür jede Menge Kohlenhydrate in Form von Getreide und Kartoffeln

Das Ergebnis dieser „weisen“ Empfehlungen:

Unter anderem eine stetige Zunahme der Fettleibigkeit, begleitet von einer regelrechten Diabetes-Pandemie. Und nein, es liegt primär nicht an der mangelnden Bewegung, wie es uns die Marketingabteilungen der Lebensmittelkonzerne gerne glauben machen möchten. Bewegungsmangel ist lediglich ein weiterer Risikofaktor und nicht die originäre Ursache!

Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Zumindest die deutsche Ernährungsgesellschaft DGE dürfte offensichtlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht sein, änderte sie doch endlich und längst überfällig ihre Empfehlungen. Wie ich bereits in meinem Buch Diabetes Ade…und Heilung ist doch möglich! orakelt habe, mit der eher späten Erkenntnis, dass „die Regeln auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse angepasst, sprachlich überarbeitet und konkretisiert” worden sind. Diese „aktuellen“ Erkenntnisse sind vielleicht für die Fachleute der DGE neu, ernährungsinteressierte Menschen wissen darüber jedoch schon lange.

Die Änderungen der DGE sind übrigens online hier nachzulesen: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung-die-dge-hat-ihre-10-regeln-erneuert-a-1165566.html. Mal sehen, wann die Damen und Herren der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung ÖGE und mit ihnen der Verband der Diätologen sowie die diversen Diabetesgesellschaften nachhüpfen.

Doch zurück zur Gegenwart: In der Schulmedizin wird den Vitalstoffen (= für den Körper notwendige Mikronährstoffe) in der Regel unzureichend Beachtung geschenkt, dabei weisen die Erkenntnisse der modernen Ernährungsmedizin bereits seit geraumer Zeit auf die enorme Wichtigkeit einer vitalen Ernährung hin.

Ein Vitalstoffmangel bleibt ohne fachgerechter Labordiagnostik lange Zeit unbemerkt und beeinträchtigt dadurch die Gesundheit mitunter ganz gewaltig. Doch wie bemerkt man nun etwaige Vitalstoffdefizite und gleicht diese besser möglichst rasch aus?

Am besten mittels einer Vitalstoffanalyse (= venöse Vollblutanalyse), im Zuge derer auch die Blutzellen samt deren Zellkerne auf den Mikronährstoffgehalt untersucht werden. Nur so können Mangelzustände aufgedeckt werden, welche bei einer gewöhnlichen Blutabnahme üblicherweise nicht herausgefunden werden. In einem geeigneten Labor lassen sich so ganz individuell unter anderem folgende Parameter auswerten, welche danach von Fachleuten analysiert werden:

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren
  • Fettsäuren, Fettsäuren Verhältnis
  • LDL-Subfraktionen (verbesserter Lipidtest zur Früherkennung des Risikos für koronare Herzerkrankungen und Schlaganfall)

Aussagekräftige Ergebnisse liefern des Weiteren die Haarmineralanalyse, respektive eine Stuhl- oder Urinanalyse, sowie auf Wunsch ein genetischer Test.

Unter einer Lifestyle-Änderung versteht man übrigens eine nichtmedikamentöse Therapie in Form einer Lebensstilmodifikation. Es wird dabei primär die Ernährung und das Bewegungsverhalten angepasst und die Stress-Resilienz erhöht. Es handelt sich um eine präventive Maßnahme, die optimalerweise einer eventuell bevorstehenden Erkrankung vorbeugt, bzw. den fortschreitenden Prozess einer bereits bestehenden, oftmals chronischen, Erkrankung unterbindet.  Im Fall eines Prädiabetes stellt die Lifestyle-Änderung die sogenannte Erstlinientherapie dar, sie ist somit die optimale Therapieform.

Das Ziel eines Medical Wellness Aufenthalts ist, in ansprechender Umgebung samt inspirierenden Ambiente, die dauerhafte Veränderung des Lebensstils, sowohl in Bezug auf Ernährung, wie auch in Hinblick auf Stress und Bewegungsmangel. Diese Lifestyle-Änderung kann während eines erholsames Urlaubs, ohne jegliche Verlustängste, nahezu spielerisch erlernt werden.

Die am Beginn dieses Artikels erwähnten 3 Begriffe lassen sich somit wunderbar kombinieren, in Österreich wird dieses Ensemble in Kürze unter dem Markennamen Medical Wellness Austria erstmalig angeboten. Interessierte können sich schon jetzt informieren, Gelegenheit dazu gibt es in Kürze bei den eigens dafür installierten Sprechstunden von DDR. Sabine Wiesinger und Markus Berndt im Zentrum Wiens. Termine, Details und Online-Anmeldemöglichkeit unter: http://www.diabetesade.com/seminare-workshops/sprechstunde

Und nun, wie letzte Woche versprochen, zu den nächsten 3 interessanten Anbietern/Produkten samt Einkaufsquelle:

Diabetes Ade-Termine im Herbst/Winter 2017:

Please follow and like us:
YouTube
Whatsapp
Google+
http://www.diabetesade.com/allgemeine-themen/funktionelle-medizin-sprechstunde.html
RSS

Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentieren