Die Süßholzwurzel

SüssholzHeute schon Süßholz geraspelt? Nicht? Doch vielleicht bereits in naher Zukunft, denn ein Extrakt aus der Süßholzwurzel könnte schon bald dabei behilflich sein, den Blutzucker zu senken.

Wissenschaftler der National Academy of Science of the United States of America fanden heraus, dass eine Gruppe von Naturstoffen der Süßholzwurzel namens Amorfrutine antidiabetische Effekte besitzen und zudem entzündungshemmend wirken.

2012 wurde Süßholz große Ehre zuteil, sie wurde zur Heilpflanze des Jahres erklärt. Die Inhaltsstoffe der Lakritz-Pflanze werden jedoch schon seit Jahrtausenden in der Medizin eingesetzt, zum Beispiel bei Atemwegs- oder Magenerkrankungen.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts forschen intensiv mit Amorfrutinen und konnten in einer Versuchsreihe mit Mäusen herausfinden, dass sich mittels Amorfrutine die Insulinsensitivität signifikant steigern lässt und den Blutzuckerspiegel reduziert.

Auch die Pharmabranche besitzt solche sogenannten Insulin-Sensitizer. Zum Beispiel Glitazone, die den Blutzucker senken, indem sie die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen verbessern. Allerdings haben diese synthetischen Medikamente Nebenwirkungen, sind umstritten und in Deutschland nur teilweise zugelassen.

Die natürlichen Pflanzenstoffe Amorfrutine haben keine Nebenwirkungen und wirken zudem auch noch leberschützend. Das therapeutisch-/medizinische Potenzial der Amorfrutine ist nicht zu unterschätzen, jedoch reicht die Aufnahme mittels Süßholztee oder auch Lakritze leider nicht aus, da diese zu niedrig dosiert sind.

Man ist jedoch dabei, spezielle Extraktionsverfahren zu entwickeln, um in weiterer Folge einen natürlichen Amorfrutin-Extrakt auf den Markt zu bringen.

Quelle: http://www.pnas.org/content/109/19/7257.abstract

Markus Berndt

Autor, dipl. Personaltrainer & Ernährungscoach, Unternehmensberater für betriebliche Gesundheitsförderung

Kommentare (2)

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    Thilo Nüßgen

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    Hallo Herr BerndT, habe mal gegoogelt und meine gelesen zu haben, dass bei hohem Blutdruck ( ist halt öfters bei diabetikern auch vorhanden) etwas Vorsicht geboten sein soll. Haben Sie das auch gehört??
    mfG Thilo Nüßgen

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      Markus Berndt

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      Bluthochdruck gehört so wie auch Diabetes, zum metabolischen Syndrom, daher rät man in diesem Fall zur Vorsicht.

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